Brief an eine befreundete Bloggerin
Verführerisches Stelldichein
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Liebe Emanuelle,
Das Schreiben über das, was und wie es läuft, knispert, sich schleckt und reckt, das hat schon Anais Nin und Henry Miller Spaß gemacht. Und der Göttin sei Dank, dass wir in unserem Alter den anderen dran teilnehmen lassen können, an dem, was uns so innigst erfreut, das uns glucksen lässt vor Freude und Lust. Die Wonnen, die wir uns so gerne gönnen, sind das Sprungbrett nicht nur ins irdische Glück, sondern auch ins spirituelle.
Doch egal, ob sich Shiva und Shakti himmlisch vereinigen oder ob es mal so zum verführerischen Stelldichein unter der Tischdecke des Restaurants mit den Händen und den Füßen kommt, das Spiel der Triebe, mal direkt und ungehemmt, mal kokett, verführerisch angedeutet, hat mich schon immer mehr interessiert als Pastors Rosenkränze oder Schmittis Motherboard.
Und solltest Du Deine LeserInnen so erfreuen, dass sie heimlich in der Kirche, in der Umkleidekabine oder in der Straßenbahn das innere Wasser zum Fließen bringen und das innere Feuer entfachen, dann weißt Du, dass nicht nur Deine Welt größer geworden ist. Irgendwann wird sie auch wieder kleiner. Doch dann weißt Du, dass Du Deinen Beitrag geleistet hast. Nicht zum Kinderkriegen, sondern für die tägliche Lust. Das ist auch mein Gebet. „Und gib uns unser täglich Lust,“ heißt es bei mir zum Schluß, wenn ich es mal sagen muss.
So komme ich gerne wieder. Auch zu Dir, in Deine Welt. Nicht nur rein literarisch.
Schreibende Grüße
Burcado Ajad
PS
Falls Du doch mal etwas über Wellness und Gesundheit schreiben solltest, wie wäre es mit dem Ursprung vom Yoga? Die Positionen sollen, wenn ich so Recht gehört habe, immer irgendetwas mit dem Liebesspiel zu tun haben. Und wer guten Sex hat, soll bekanntlich auch eine Frohnatur sein, ganz ohne gesundheitliche Probleme.







Wie weit darf ich beim Bloggen gehen?
Nun, in diesem Fall wurde mein Kommentar aus einem Blog nach zehn Stunden gelöscht. Ich selbst habe daraufhin den Text überprüft, ihn literarisch gewürzt, schärfer gemacht und neu ins Netz gestellt.
Ich bedanke mich für die Impulsgeberin und hoffe, dass wir alle uns nun am Text, wie er jetzt ist, erfreuen können.
In Zukunft achte ich, wenn ich auf einem anderen Blog kommentiere, genauer auf Stimmigkeiten und etwaige Spannungsfelder.
Nicht nur literarisch.
Liebe Grüße
Burcado Ajad