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	<title>Burcados</title>
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	<description>Kurzgeschichten. Bilder für die Seele.</description>
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		<title>Ein lernfreudiger Schüler</title>
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		<pubDate>Thu, 05 Jan 2012 10:24:45 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Burcado</dc:creator>
				<category><![CDATA[Satire]]></category>
		<category><![CDATA[Bewerbung]]></category>
		<category><![CDATA[Tischler]]></category>

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		<description><![CDATA[Als Francesco Noval im Herbst 1997 siebzehn Jahre alt wurde, war er trotz vieler äußerer Umstände ein glücklicher Mensch. Kurz vor dem Abschluß seiner Realschulzeit machte er sich auf, um an einer schamanischen Visionssuche teilzunehmen. Anschließend stand er vor der &#8230; <a href="http://burcado.wordpress.com/2012/01/05/ein-lernfreudiger-schuler/">Weiterlesen <span class="meta-nav">&#8594;</span></a><img alt="" border="0" src="http://stats.wordpress.com/b.gif?host=burcado.wordpress.com&amp;blog=5026044&amp;post=4868&amp;subd=burcado&amp;ref=&amp;feed=1" width="1" height="1" />]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Als Francesco Noval im Herbst 1997 siebzehn Jahre alt wurde, war er trotz vieler äußerer Umstände ein glücklicher Mensch. Kurz vor dem Abschluß seiner Realschulzeit machte er sich auf, um an einer schamanischen Visionssuche teilzunehmen. Anschließend stand er vor der schwierigen Aufgabe, seine erste Bewerbung zu entwerfen. Heute ist Francesco Noval Tischlermeister in einer niedersächsischen Kleinstadt. Er war so freundlich, mir sein erstes Bewerbungsschreiben zur Veröffentlichung zu überlassen.</p>
<p>BEWERBUNG UND LEBENSLAUF</p>
<p>von Francesco Noval</p>
<p>17 Jahre</p>
<p>Anrede</p>
<p>Also. Jetzt fängt es an, in meinem Kopf zu kreisen. Mein Gedanken kreisen um ein Thema. Wie soll ich Sie nur anreden? Wenn ich es mit „Sehr geehrter“ versuche, fällt mir ein, daß ich Sie ja nicht kenne. Wenn ich Sie nicht kenne, weiß ich als erstes nicht, ob ich Sie auch tatsächlich „ehren“ kann, d.h. ich weiß nicht, ob ich Sie rein persönlich, aber bitte nehmen Sie es jetzt nicht persönlich- überhaupt so ehrenvoll finde. Wenn ich diese vermeintliche Ehre auch noch mit einem „sehr“ steigere, kommt es mir vor, als ob ich Sie besonders ehrenwert halte, sozusagen für verehrungswürdig. Da ich Sie, wie gesagt, nicht kenne, fällt es mir schwer, Ihnen den Status eines Idols oder eines Heiligen zu geben.</p>
<p>Mit „Würdiger“ oder mit „Lieber“ kann ich Sie leider auch nicht anreden, da, und es tut mir leid, daß ich mich wiederhole, ich Sie nicht einschätzen kann. Eventuell sind Sie ja ein unwürdiger oder hassenswerter Mensch; oder nicht so extrem negativ betrachtet, nur ein lebendiges Mittelmaß. Vielleicht sollte ich Ihnen ja einfach Würde oder Liebe positiv unterstellen, aber wenn es nicht stimmen sollte, erwecke ich in Ihnen sofort einen falschen Eindruck. Denn ich möchte nicht, daß Sie annehmen, daß ich aus irgend einem Grund der Schmeichelei oder Hochstapelei verpflichtet sei. Nehmen Sie es mir also nicht übel, wenn ich eine einfache Begrüßungsformel benutze, die nach den menschlichen Gepflogenheiten bei Begegnungen von Bekannten und Unbekannten immer Zustimmung erhält: Guten Tag!</p>
<p><a href="http://burcado.files.wordpress.com/2012/01/pikiwiki_israel_3176_ein_hahoresh.jpg"><img class="alignleft size-medium wp-image-4872" title="PikiWiki_Israel_3176_Ein_Hahoresh" src="http://burcado.files.wordpress.com/2012/01/pikiwiki_israel_3176_ein_hahoresh.jpg?w=198&#038;h=300" alt="" width="198" height="300" /></a>Nun stehe ich vor einer Aufgabe, die für mich kaum zu lösen ist. Mit meinen 17 Jahren habe ich also 17 Jahre lang gelebt, doch wie ich weiß, sind meine Erlebnisse, Abenteuer und Ansichten für Ihre Entscheidung non-relevant. Geboren, ledig, Schulbildung. Schluss. Und damit können Sie eine Entscheidung treffen? Mir jedoch kommt es vor, als ob ich mit meinem gelebten Leben für Sie erst einmal nicht existent bin.</p>
<p>Ja, wenn ich 40 Jahre alt und Manager wäre, dann könnte ich Ihnen das Eine oder auch das Andere erzählen. Oder auch nicht. Wie ich einem Handbuch für Bewerbungsschreiben entnommen habe, sind die meisten Führungskräfte nicht mal in der Lage, so eine einfache Addition ihrer Arbeitsstellen auf die Reihe zu bekommen. Für mich wäre das einfach, Ihnen zu schreiben, den und den Betrieb habe ich platt gemacht, die und die Gifte sind mir bestens geläufig, könnte Ihnen seitenlange Ausführungen über Rationalisierungs-, Kontroll- und Einsparungstechniken schildern, so daß Ihnen der Mund nur noch wässrig werden könnte. Vielleicht, so als persönlicher Nachtrag, damit wenigstens etwas Persönliches in meinem Brief drin stünde, eine kleine Abhandlung, wie man mit Gewissen, egal ob gut oder schlecht, auch diese Zeiten erfolgreich durchsteht. Aber leider muss ich Ihnen mitteilen, daß mein Leben weder so noch anders gelaufen ist.</p>
<p>Aber ich gönne mir noch einen Versuch. Meine Oma hat mir ihre Bibel ausgeliehen, weil sie ohnehin keine Zeit hat, da hineinzuschauen. Als ich den Lebenslauf des Herrn Jesus von Nazareth gelesen habe, war ich wirklich optimistisch gestimmt. Also, wie der dem Publikum vorgestellt wird, einfach phantastisch. Der kommt nicht in Verlegenheit, seine Existenz mit guten oder schlechten Schulnoten zu begründen. Nein, da fangen die Erzähler erst einmal mit einer langen Ahnenreihe an. Über 14 Generationen, Namen für Namen. Allein literarisch, ganz frei dem assoziativen Gedankengang folgend, höchst interessant. Leider verfüge ich nicht über den Zugriff zu meiner wohl noch längeren Ahnenstory, aber vielleicht reicht es ja aus, wenn ich Ihnen versichere, daß ich mich in näherer Zukunft darum bemühen werde, Ihnen die fehlenden Glieder meiner Ahnenkette vorzustellen.</p>
<p>Momentan bin ich bis in das 17. Jahrhundert meiner Vorvorvorväter und Vorvorvormütter meiner Vorvorvoropas und Vorvorvoromas vorgedrungen. Rein exemplarisch stelle ich Ihnen jetzt einige meiner Ahnen vor. Da gibt es beispielsweise den königlichen Seefahrer, der zahlreiche Expeditionen nach Südafrika und Ostasien unternahm. Oder den einfachen Schriftsetzer, der so einfallsreich war, daß er binnen weniger Lebensjahre selbst lehrreiche Schriften schreiben konnte. Leider wurde er von der römischen Inquisition grausam enthauptet, was aus heutiger Sicht mehr für, als gegen ihn spricht. Auch kann ich einen russischen Mystiker vorweisen, der beinahe im indischen Yogisitz gestorben wäre. Einen holländischen Maler, der Leonardo da Vinci so echt kopieren konnte, daß er und seine Familie nicht am Hungertuch leiden mussten. Da gab es auch eine Prinzessin, die einen Raubritter ehelichte, eine königliche Kurtisane, die Gedichte schrieb und bezaubernde Lieder zu ihrem lauten Spiel singen konnte. Irgendwann zu dieser Jahrhundertwende kommen wir zum kaiserlichen Werftarbeiter mit drei Häusern und neun Kindern oder zur könig-kaiserlichen Konditorin, die einen Husaren heirate und mit ihm ein Friseurgeschäft ganz in der Nähe Wiens führte.</p>
<p>Nun müssen Sie aber keine Angst bekommen, in mir flösse blaues Blut. Ich bin ein ganz gewöhnlicher Mensch. Mein Blut scheint gut gemischt zu sein und es ist keine Spur von dörflichen oder adeligen Inzestgebarens sichtbar. Weder äußerlich, noch innerlich. Das hat mir auch mein Hausarzt versichert. Auf Wunsch, so meinte mein Doktor, könne er diesen Nachweis auch ärztlicherseits attestieren. Darauf habe ich erst einmal verzichtet, in der Hoffnung, daß Sie meinen Aussagen bei einer persönlichen Begegnung offensichtlich Vertrauen schenken können.</p>
<p>Im Gegensatz zu Jesus bin ich keine Wundergeburt, jedoch römisch-katholisch erzogen worden. Wenn diese Tatsache ein Positivum für Sie sein sollte, bitte ich Sie darum, mich aus der Liste der Bewerber zu streichen. Sollte es andererseits ein Negativum für Sie sein, so möchte ich Ihnen zu bedenken geben, daß auch aus Lämmern Wölfe werden können. Außerdem besuche ich regelmäßig, genau genommen, dreimal in der Woche, eine Psychotherapeutin, die mir in der 23. Sitzung mit strahlendem Gesicht verkündete, daß mein Fall doch nicht so hoffnungslos sei, wie sie es zuerst angenommen hatte.</p>
<p>(Ach ja, während meiner Lehrzeit möchte ich Sie bitten, mich zu diesen Terminen freizustellen.)</p>
<p>Sollten Ihnen meine Ausführungen nicht ausreichen, so bleibt mir nur noch übrig, die Bibel zu zitieren. Ohne Anflug von Größenwahn teile ich Ihnen mit allem Nachdruck mit: Ich bin, der ich bin. Da diese Übersetzung aus dem Hebräischen nicht immer geläufig ist, glaube ich auch, daß es angebracht ist zu sagen: Ich werde, der ich werde.</p>
<p>Und wer, so vielleicht Ihre letzte Frage, wer wollen Sie werden? Auch darauf gibt es eine Antwort: „Werdet so wie die Kinder“, das soll jedenfalls dieser Jesus gesagt haben, auch wenn er der historischen Forschung nach nicht aus Nazareth stammte. Ich hoffe, daß Sie es weder damit noch mit meinen kleinen Lügen so genau nehmen. Womit ich eigentlich bei meinem Berufswunsch, was ich machen möchte, gelandet bin: Ich will ein Tischler mit hohem handwerklichen Wissen und Können werden. Mein Spezialinteresse gilt den Spielzeugen für kleine und große Menschen. Und das zweite Augenmerk möchte ich auf die Inneneinrichtungen von Lebensräumen richten.</p>
<p>Zwar möchte ich Ihnen nicht arrogant erscheinen, dennoch ist es mir wichtig zu betonen, daß ich bestimmte Erwartungen habe. Ich gehe davon aus, daß Sie sich in Wort und Schrift hervorragend ausdrücken können. (Mein Vater kannte einmal einen Tischlermeister, der tatsächlich Schwalben und Zinken verwechselt hat. Angesichts der vielen Spinnweben in seiner Werkstatt war zumindest dieses Manko leicht verständlich.) Ebenso dürfte es nützlich sein, wenn Sie sich im Laufe der Jahre eine originäre Philosophie angeeignet haben, die das Wesen des Menschen in seinem Sein erklärt und somit die Grundlagen für eine quasi erleuchtende Tischlerarbeit in sich trägt. Auch ist die interdisziplinäre Zusammenarbeit mit Ärzten, Psychologen, Meditationslehrern und Ökologen sowie mit Maurern, Architekten und Künstlern im Interesse eines menschlichen Wachstums.</p>
<p>Ich selbst erkläre mich bereit, auf den oberflächlichen Berufsschulunterricht zu verzichten. Anstelle dessen werden Sie mich – und ich mich selbst – fachlich auf einer hohen Ebene ausbilden. Insbesondere bin ich daran interessiert, Spiritualität und Handwerk miteinander zu verbinden. Sollte das nicht in Ihr Spezialgebiet fallen, so bin ich gerne bereit, diese Kenntnisse autodidaktisch zu erlernen, um sie so dann in Ihrem Betrieb anzuwenden und weiterzugeben. Einmal in der Woche sollten Sie sich ausführlich für fachliche Erörterungen mit mir Zeit nehmen.</p>
<p>Ein lernfreudiger Schüler erwartet Sie.</p>
<p>In der Hoffnung, Sie und Ihre Frau demnächst in angenehmer Atmosphäre kennenzulernen, verbleibe ich mit ernst gemeinten und spielerischen freundlichen Grüßen.</p>
<p>Francesco Noval</p>
<p>PS.</p>
<p>Gibt es in Ihrer Tischlerei auch einen Meditationsraum und eine Stereoanlage? Es würde mir auch reichen, in Ihrem Wohnhaus eine stille Ecke einrichten zu können.</p>
<p><span style="color:#ffffff;">.</span></p>
<p>&#8230;&#8230;&#8230;&#8230;&#8230;&#8230;&#8230;&#8230;&#8230;&#8230;&#8230;&#8230;&#8230;&#8230;&#8230;&#8230;&#8230;&#8230;&#8230;&#8230;&#8230;&#8230;&#8230;&#8230;&#8230;&#8230;&#8230;&#8230;&#8230;&#8230;&#8230;&#8230;&#8230;&#8230;&#8230;&#8230;&#8230;&#8230;&#8230;&#8230;..</p>
<p><a href="http://burcado.files.wordpress.com/2012/01/pikiwiki_israel_3176_ein_hahoresh.jpg"><img class="alignleft size-thumbnail wp-image-4872" title="PikiWiki_Israel_3176_Ein_Hahoresh" src="http://burcado.files.wordpress.com/2012/01/pikiwiki_israel_3176_ein_hahoresh.jpg?w=63&#038;h=96" alt="" width="63" height="96" /></a>Ein Hahoresh, Education in Israel, zwischen 1940 und 1950, Ein Hahoresh Archive via the <a href="http://www.pikiwiki.org.il/" rel="nofollow">PikiWiki &#8211; Israel free image collection project</a> CommonSense,Wikipedia</p>
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		<title>Künstliches Maya</title>
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		<pubDate>Sat, 10 Dec 2011 22:42:33 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Burcado</dc:creator>
				<category><![CDATA[Kurzgeschichten]]></category>
		<category><![CDATA[Maya]]></category>
		<category><![CDATA[Schule]]></category>
		<category><![CDATA[Unterdrückung]]></category>

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		<description><![CDATA[AUS DEM LEXIKON DER BEFREIUNG Schule, die Definition Die Schule ist ein Primärgefängnis der dunklen Mächte; sie fungiert mit unterschiedlichen Zeit- und Raumdimensionen. Anmerkungen Sowohl das räumliche als auch das zeitliche Gefängnis werden als Schule bezeichnet, um den Insassen, seine &#8230; <a href="http://burcado.wordpress.com/2011/12/10/kunstliches-maya/">Weiterlesen <span class="meta-nav">&#8594;</span></a><img alt="" border="0" src="http://stats.wordpress.com/b.gif?host=burcado.wordpress.com&amp;blog=5026044&amp;post=4856&amp;subd=burcado&amp;ref=&amp;feed=1" width="1" height="1" />]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>AUS DEM LEXIKON DER BEFREIUNG</p>
<p><em><strong><span style="color:#333399;">Schule, die</span></strong></em></p>
<p><em>Definition</em></p>
<p>Die Schule ist ein Primärgefängnis der dunklen Mächte; sie fungiert mit unterschiedlichen Zeit- und Raumdimensionen.</p>
<p><em>Anmerkungen</em></p>
<p>Sowohl das räumliche als auch das zeitliche Gefängnis werden als Schule bezeichnet, um den Insassen, seine Freunde und seine Verwandte über den relativen und absoluten Freiheitsentzug hinwegzutäuschen. <span style="color:#339966;">[siehe auch: Künstliches Maya]</span></p>
<p>Die Gefängnisaufseher werden als Lehrer bezeichnet, der Gefängnisdirektor wird Rektor, Direktor oder Schulleiter genannt.</p>
<p>Die Inhalte der Schule dienen der vollkommenen Erhaltung der dunklen Mächte, die Schüler werden für die Dienste der Herrschenden hinreichend qualifiziert sowie notwendigerweise für die Aufrechterhaltung der Macht psychisch konditioniert.</p>
<p>Der Machtbereich der Gefängnisschule erstreckt sich über das gesamte Zeitgefüge eines Tages, einer Woche, eines Halbjahres und eines kalendarischen Jahres.</p>
<p>Die Hauptzelle des Gefängnisses heißt ebenfalls Schule, die Nebensektionen erhalten die Bezeichnung Klassenzimmer, die unsichtbaren Sektionen sind Hausaufgaben.</p>
<p>Der primäre Gefängnisaufenthalt ist staatlich geregelt, der Beginn wird in der Regel in die frühen Morgenstunden gelegt, das Ende spät nach Auftauchen des natürlichen Hungers oder in die Nachmittagsstunden. <span style="color:#339966;">[siehe auch: Künstliche Steuerung von Nahrungsaufnahme]</span></p>
<p>Der sekundäre Einflußbereich erstreckt sich auf den gesamten Nachmittag, gegebenenfalls in den frühen Abend, zuweilen bis in die späte Nacht. <span style="color:#339966;">[siehe auch: Künstliche Steuerung natürlicher Bedürfnisse]</span></p>
<p>Der tertiäre Einflußbereich arbeitet mit der Vereinnahmung der Nacht, der Morgenstunden und der Frühstückszeit, um gezielte psychische Manipulationen mit langfristiger Tiefenwirkung vornehmen zu können.</p>
<p>Das Gruppenwesen Mensch, das schon lange seines Stammeslebens beraubt ist, wird weitgehend einem natürlichen Dorf- oder Nachbarschaftsleben entfremdet.</p>
<p>Der permanente Leistungsdruck über Noten, Klassenarbeiten und Zeugnissen führt zu Lebensängsten, sado-masochistischen, cholerischen oder hysterischen Charakterzügen. Insgesamt dienen alle Maßnahmen zur Erschaffung einer atomisierbaren, steuerbaren Persönlichkeit im Sinne eines menschlichen Leistungsroboters.</p>
<p>Erwünschte Nebenwirkung wie Gewalt oder Gewaltbereitschaft sind die kalkulierbaren Reaktionen von Freiheitsentzug, begünstigt durch strenge Reglementierungen, die den Aufenthalt und die Bewegung in natürlichen Lebensräumen untersagen oder verhindern. Der Gefängnishof sollte in der Regel asphaltiert sein.</p>
<p>Sonne, frische Luft und Bewegung, Entfaltung der natürlichen Sexualität und kollektives Gemeinschaftsleben – feindliches Potential der dunklen Mächte – dürfen den Schüler nicht erreichen; es sei denn, daß es für seine Verwendung als menschlicher Roboter notwendig sein könnte.</p>
<p>Als Hilfsaufseher der Gefängnisinsassen fungieren Eltern als auch sogenannte Nachhilfelehrer.</p>
<p>Gegen das Halten von Lieblingsschülern ist nichts einzuwenden <span style="color:#339966;">[siehe auch Elitebewußtsein, Steuerung von Unterwürfigkeit]</span>.</p>
<p>Äußerst umstritten ist der Umgang mit sexuellen Lustsklaven, unabhängig des Geschlechts, auch wenn es in der Regel weitgehend toleriert werden kann.</p>
<p>Grundsätzlich wird das Kind in seiner Kindhaftigkeit zerstört, der Jugendliche von einem selbstbestimmten Leben abgehalten.</p>
<p>Talente und Fähigkeiten werden, wenn nicht funktionalisierbar, absolut unterdrückt, das Erkennen der Lebensaufgabe wird unmöglich gemacht. <span style="color:#339966;">[siehe künstliche Steuerung der linken und rechten Hirnsphäre]</span></p>
<p>Die Zerstörung und Unterdrückung eines freien und sexuell selbstbestimmten Lebens wird durch permanente Entfremdung als auch zeitliche Anwesenheitspflicht reglementiert. Aus natürlichen und gleichberechtigten Subjekt-Subjekt-Beziehungen werden künstliche Objekt-Objekt-Beziehungen, die freundschaftliche Verbindungen schon im Ansatz verhindern.<span style="color:#339966;"> [siehe auch Ehe, Prostitution]</span></p>
<p>Die Einheit von Kirche und Staat wird geleugnet, arbeitet jedoch sichtbar Hand in Hand, um Selbsterkenntnis und spirituelle Entwicklung zu verhindern.</p>
<p>Demokratisches Zusammenleben wird erfolgreich verhindert. Instrumentarien der kreativen Kommunikation wie Redekreise werden durch sogenannte Aussprachen ersetzt oder geschickt okkupiert.</p>
<p>Alle möglichen Freiheitsideale, Utopien und Visionen werden im Ansatz als illusorisch bezeichnet. Individuelles Entwicklungspotential, Selbstverwirklichungsgedanken und Selbsterfahrungsprozesse werden konsequent abgewertet und der Lächerlichkeit preisgegeben.</p>
<p>Auf geschlossene Fensterfronten sind zu achten. Sieben Mal in frischer Luft tief ein- und auszuatmen reicht aus, um eine Verbindung mit Spirit, dem Großen Geheimnis herzustellen.</p>
<p><em>Fazit:</em></p>
<p>Das Gefängnis Schule soll den Menschen abhalten, sich selbst zu verwirklichen und solidarische Prozesse mit anderen Lebewesen verhindern.</p>
<p>Aus MAYA, Tammos Tagebuch</p>
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		<title>Maya 1</title>
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		<pubDate>Fri, 09 Dec 2011 17:04:49 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Burcado</dc:creator>
				<category><![CDATA[Tagebuch]]></category>
		<category><![CDATA[Maya]]></category>
		<category><![CDATA[Schule]]></category>

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		<description><![CDATA[Während sich die freien Kräfte zielstrebig manifestierten, ohne den Anspruch zu erheben, existent zu sein, verbunden mit dem jahrtausendalten Wissen, daß jedes Individuum – das Mensch geworden ist, zumindest körperlich -, seine Zeit benötige, um die Schleier der Illusion wahrzunehmen, &#8230; <a href="http://burcado.wordpress.com/2011/12/09/maya-1/">Weiterlesen <span class="meta-nav">&#8594;</span></a><img alt="" border="0" src="http://stats.wordpress.com/b.gif?host=burcado.wordpress.com&amp;blog=5026044&amp;post=4849&amp;subd=burcado&amp;ref=&amp;feed=1" width="1" height="1" />]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Während sich die freien Kräfte zielstrebig manifestierten, ohne den Anspruch zu erheben, existent zu sein, verbunden mit dem jahrtausendalten Wissen, daß jedes Individuum – das Mensch geworden ist, zumindest körperlich -, seine Zeit benötige, um die Schleier der Illusion wahrzunehmen, ihre Geheimnisse zu entziffern, um zum eigentlichen Gehalt des eigentlichen, essentiellen Gehalt des eigenen Lebens in Verbundenheit mit allen anderen Lebewesen fortzuschreiten, machten sich die restriktiven und regressiven Kräfte bereit, das Erwachen des Spielers zu erschweren, wenn nicht sogar von seiner Bestimmung, vom Erkennen seiner Lebensaufgabe, von der Entfaltung seiner Talente und Fähigkeiten fernzuhalten.</p>
<p>Die dunkle Macht, dessen Irrsinn unvorstellbar vielen Mensch Qualen, Folter, Tod gebracht hatte, öffnete zeitweilig Sektionen, vor allem, um sich selbst nach den Kämpfen zu regenerieren, mit der Gewißheit, währenddessen das neue Leben zu beobachten, zu kontrollieren und zu funktionalisieren sowie aufs Neue zu foltern und zu zerstören.</p>
<p>Die Zeit, die falsche, verschlang alles, was mir wichtig war. Kaum hatte ich Freude gewonnen, Hausaufgaben der Eliteschule schöpferisch zu lösen und beispielsweise das Biologiepensum malend zu illustrieren, lustvoll, kreativ und voller Hingabe, verriet mir die Dunkelheit der beginnenden Nacht, daß das Zeitkontingent nicht ausreichte, um alle Aufgaben gewissenhaft und liebevoll anzugehen. Um die innere Gesetzmäßigkeit von Ruhe und Anspannung nicht wissend, fühlte sich alles in mir schon bald verbraucht an, gequält und perspektivlos.</p>
<p>Ich war erschrocken, zutiefst erschrocken, als ich feststellte, daß ich meine kindliche Unbefangenheit, meine Innocence, meine Unschuld verloren hatte, nicht mehr fliegen konnte, nicht einmal mehr in Gedanken – die äußeren Zwänge hatten meine Flügel gestutzt, während der Vater meine Haarpracht mit einem amerikanischen Militärhaarschnitt verstümmelt hatte – oder war es die Brutalität eines Nazifriseurs, der den jüdischen Menschen die Haare vom Kopfe riß? Die Leichtigkeit des Seins, das gewisse Ursprüngliche, war unter diesen Lasten zugeschüttet worden.</p>
<p><span id="more-4849"></span></p>
<p>All das, was ich zum Leben, zum natürlichen Leben benötigte – Sonne, frische Luft und Bewegung, das Spielen und das Entdecken, das Zusammensein mit Freunden, sogar mit den Verwandten, den nahen und den ganz nahen, war mir auf grausamste Weise verwehrt; heimtückisch, wie dieser Angriff verlief, verschob er die Grenzen emotional intelligenter Wahrnehmung, begründete sich mit verklärenden Begriffen, die sich nicht offen als verlogene Kausalität darstellten, sondern vom Opfer scheinbar freiwillig erschlossen wurden: Notwendigkeit, Schicksal, Determiniertheit und Schuldigkeit. Themenkomplexe christlicher Konditionierung.</p>
<p>Vordergründig betrachtet, hatte ich keine Verbündeten mehr; ich stand alleine vor den Aufgaben der Schule, war schutzlos dem Zwang der dunklen Mächte ausgeliefert, besuchte mangels Zeit nicht einmal meine Freunde, die Bäume, all das, ohne Bewußtheit über diese Situation zu haben.</p>
<p>Zum Abschluß des fünften Schuljahres fing ich an, etwas zu registrieren. Ich stellte mir das wirkliche Ende der schulischen Folterzeit vor – und vergegenwärtigte, daß noch acht Jahre des Horrors vor mir lagen. Ich machte mir keine Gedanken ob eines Sieges oder einer Niederlage – pures intuitives Wissen. Die Realschule hatte den Impetus einer Fließbandkonstruktion, während das Gymnasium gewisse Freiräume eröffnen würde. Den Erfolg des trostlosen Unterfangens stellte ich trotz allem nicht in Frage.</p>
<p>DIE ERSTE LÖSUNG kam „en passant“. Diesen Ausdruck lernte ich von einem Freund, Spiegelbild meiner äußeren Physis, der mir das Schachspielen beibrachte. Schach ist ein mentales Kriegsspiel; es mobilisiert alle geistigen und psychischen Kräfte, um mithilfe von Strategie und Taktik den Gegner entschieden zur Niederlage zu zwingen. So entstand eine Parallelwelt, die mir mein Selbstbewußtsein allmählich wiedergab, die mich Spielen auf einer anderen Ebene lehrte – und mir half, meine Intuition wiederzubeleben, obwohl Schach in seiner Gesamtheit keine kreative Intuition kennt, mehr intelligente Intuition, die auf Gedächtnisleistung und trainiertem Wissen beruht.</p>
<p>Mein Inneres erhielt eine gewisse Genugtuung, die mich jedoch auf anderen Ebenen, der natürlichen Sexualität, der Kooperation und des friedlichen Daseins, empfindlich störte. Jedoch konnte das Schachspielen eine exclusive Hilfestellung leisten, in dem ich Freiräume erhielt. Mit meinen Schachfreunden hatte ich „freie“ Nachmittage, manchmal sogar „freie“ Abende, bis ich soweit war, in Turnieren gegen andere Schulmannschaften anzutreten; lernte das Bier trinken, unfaire Tricks im Kampf gegen andere Mannschaften durch Aufstellungslisten und genoß das Gefühl, daß sich die Welt wieder öffnete, jenseits des schulischen Drangsals, frei von Noten und lehrerhaftem Blablabla, einen Hauch Gemeinschaftsgefühl spürend, einen ganz kleinen Hauch jenseits der Konkurrenz im Schulalltag, einer Konkurrenz, die es verbot, dem anderen kreativ und helfend beiseite zu stehen.</p>
<p>Schachspielen ist an sich eine kriegerische Handlung; noch bevor der Spieler den ersten Zug tätigt, ist der Krieg erklärt und versetzt jeden in den grenzenlosen Wahnsinn des Gewinnenwollens. Man mag darüber denken, wie man will; mir half diese Haltung einen Lebenskampf gegen die Kräfte, die ich nur diffus, aber dennoch gefühlsmäßig mittlerweile irgendwie beschreiben konnte, gewinnen zu wollen – mit allen Finessen und Taktiken, die ich intuitiv generieren konnte.</p>
<p>Das Gefühl des Versagt-Habens, das durch katastrophale Ergebnisse für das einstige Mathe-Ass verbunden war, breitete sich von Fach zu Fach aus. Doch es gab eine Kraft, die mir in jener Zeit half, gewisse Interessen ans Licht zu bringen. So freute ich mich regelmäßig auf den Beginn des neuen Schuljahrs, wohlwissend, daß ich die neuen Bücher lieben würde, alleine wegen ihrer Bilder und Graphiken. Meine Phantasie wurde beflügelt ob dieses Ereignisses.</p>
<p>Durch Zufall entdeckte ich eines Nachmittags in meinem Zimmer zeichnerische Talente, malte freihand das Portrait eines Fotomodells mit einem Courège-Haarschnitt und wunderte mich ob dem innewohnenden Geheimnis, das es nach vielen Ansätzen mit Blumen und Tannenbäumen erlaubte, Realitätsnähe skizzieren zu können. Abends wurde ich, das Kind gefragt, ob ich das gezeichnet hätte. Ich schaute fragend um mich, konnte aber niemanden erkennen, der jenen Bleistift derart geführt hatte.</p>
<p>Obwohl sich Niederlagen häuften, hatte ich ein immenses Vertrauen, es zu schaffen, wobei das „Es“ nicht definiert werden konnte, ein blindes Vertrauen, vielleicht mit der Dimension männlichen Größenwahns, aber auch ein intuitives Vertrauen, das die Gewißheit von Spirit (im indianischen Sinn) ausmacht.</p>
<p>Noch wußte ich nicht, daß ich spirituelle Qualitäten meiner Eltern „geerbt“ hatte, noch wußte ich nicht, daß ich den Überlebenswillen meines Vaters hatte, mit all den Fähigkeiten, die er sich während des Kriegs angeeignet hatte, die Antennen für Gefahren, sein strategisches und taktisches Denken, sein Tun, sein Handeln, sein Verbergen, seine Geheimnisse und seine Lügen. All das wurde in mir lebendig – und ich nutzte es auf meine Art. Welche Wirkung das ausgeprägte Wunschdenken meiner Mutter hatte, ihre Fähigkeit, visualisieren und Energien lenken zu können, konnte ich damals noch nicht nachvollziehen. Sehr spät erfuhr ich, daß meine Mutter-Urgroßmutter Kohlen mit bloßen Händen anfassen konnte.</p>
<p>Innerhalb meiner Familie hatte ich es gelernt zu überleben, Geheimnisse zu erahnen, zu erkennen und mit ihnen umzugehen. Lange Zeit spielte ich Flüchten und Einbrechen – mit Erfolg, ohne zu wissen, daß dieses Wissen eines Tages Leben retten würde. All das half mir schon früh, unsichtbare, übertragbare Modelle für den Kosmos Schule anzufertigen. Und schließlich hatte ich den stärksten Verbündeten, den ich mir wünschen konnte – das Leben selbst. Es kam mir zu Hilfe, indem es mich in einen jungen Mann verwandelte, in ein Lebewesen, dessen sexuelle Kräfte mit jedem Tag stärker wurden.</p>
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		<title>Do it. Do it again.</title>
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		<pubDate>Tue, 06 Dec 2011 10:57:35 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Burcado</dc:creator>
				<category><![CDATA[Kurzgeschichten]]></category>
		<category><![CDATA[Aufbruch]]></category>
		<category><![CDATA[Rebellion]]></category>
		<category><![CDATA[Woodstock]]></category>

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		<description><![CDATA[Die Qualität der Wiederholung? Wiederholen? Ich mochte als Kind nicht Federball oder Fußball spielen, weil ich keine Lust hatte, etwas wieder zu holen. In den Wald ging ich gerne, jedoch ohne meine Eltern, weil ich neue Wege entdecken wollte – jenseits &#8230; <a href="http://burcado.wordpress.com/2011/12/06/do-it-do-it-again/">Weiterlesen <span class="meta-nav">&#8594;</span></a><img alt="" border="0" src="http://stats.wordpress.com/b.gif?host=burcado.wordpress.com&amp;blog=5026044&amp;post=4840&amp;subd=burcado&amp;ref=&amp;feed=1" width="1" height="1" />]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Die Qualität der Wiederholung? Wiederholen? Ich mochte als Kind nicht Federball oder Fußball spielen, weil ich keine Lust hatte, etwas wieder zu holen. In den Wald ging ich gerne, jedoch ohne meine Eltern, weil ich neue Wege entdecken wollte – jenseits der Wege, um den Bäumen, Gräsern und Sträuchern, den Spuren der unbekannten Verwandten, wie es die Indianer sagen, und dem Gefühl der Unberührtheit, der Innocence, ganz nah sein zu können, immer wieder auf Neue, immer wieder neue Wege, die keine Wege waren, findend. Das war meine Art zu wiederholen, es mir wieder zu holen, das Gefühl, das die anderen Menschen, die ich kannte, vermeinte zu kennen, vergessen hatten, jedenfalls die meisten.</p>
<p>Daß ich meine Ablehnung gegenüber dem Wiederholen eines Tages aufgeben würde, hätte ich nicht von mir erwartet. Als es soweit war, als ich zum ersten Mal, ich glaube, ich war dreizehn, der Kraft der Wiederholung folgte, hob ich das Gesetz der Langeweile, das der Wiederholung innewohnt, im gleichen Moment auf, indem ich in mir etwas veränderte. Das Äußere – es waren eine Reihe von Tonbandaufnahmen wie <em>Judy in Disguise, Do it again, Hello Goodbye, Sitting on dock of the bay</em> – war in einer festgelegten Reihenfolge aufgezeichnet, das Innere war jedoch im Fluß, einer fortwährenden Bewegung des Wohlgefühls, eines Schwimmens inmitten einer Klangwelt, die meine Gefühle lebendig werden ließ, es war kein Aufbrausen, es war mehr ein Gefühl des Entkommen-Seins, verbunden mit einer stillen Dankbarkeit, weder stupide für die Schule leben zu müssen und nicht mehr die Knute des Alten zu spüren.</p>
<p>Das Wiederholen der neuen Stücke war ein Beenden.lassen der verhassten Umstände, und je stärker das Feuer der Hölle brannte, desto intensiver hörte ich die Klänge, eigentlich mehr den Sound von, naja, <em>Love, Peace and Happiness</em> kam erst später, ich hörte – ich hörte den Klang des Aufbruchs, der rebellischen Abwehr, ich hörte den stampfenden Beat von Beinen, die dort, wo sie zusammen kamen, Lust auf Wiederholung machten, kurzum, ich hörte eine Welt, die frei war von der Welt, die Hass, Kriege und Unglücklich-Sein vereinte.</p>
<p><span id="more-4840"></span></p>
<p>Während die Jungens – meistens waren es in der Tat Männer, später kamen Diana Ross, Francoise Hardy und Jane Birkin hinzu – ihr Ding machten, und es so oft wiederholten, wie ich es wollte, fing ich an, mich zu bewegen, mal so und mal so; irgendwie immer anders. Warum das so war, und es nicht anders aus mir heraus ging, ich nicht der Kraft der mechanischen Wiederholung folgte, verstand ich nicht, und ich konnte mir keinen Reim daraus machen, warum mein Körper seinen eigenen Rhythmus beim Tanzen fand. Schon früh, ich glaube, es waren die Troggs, die mich darauf brachten, hatte ich ein Gefühl, ein <em>„Wild Thing“</em> zu sein, vollkommen mißverstanden von den menschlichen Verwandten, die suggerierten, ich sei ein Monster, das nicht still sitzen könne.</p>
<p>Wie sehr sie sich irrten. Natürlich konnte ich still sein, wenn es etwas zu hören oder zu sehen gab, nicht am Schlüsselloch, denn ich war inmitten schöner Weiblichkeit, die selbst die Sonne lockte, ins Dunkle zu folgen, um die jungen Friseusinnen in Petticoats, während sie sich für die Arbeit umzogen, mit feurigen Strahlen liebkosen zu können. Oder wenn Jana &#8211; meine erste Liebe, die mich, als ich acht Jahre war und sie sechzehn, heiraten wollte, als Versprechen, während wir uns küssten &#8211; mein Portrait mit raschen Bleistiftstrichen aufs Papier brachte.</p>
<p>Eigentlich fing der Spaß vor der Tonband-Ära an, es war eine Schallplattenfräse – Plattenspieler mochte ich nicht zu dem Monstrum sagen – die mir zu verstehen gab, daß die Zeit auf meiner Seite war, vor allen Dingen, die es mir ermöglichte, Befriedigung zu bekommen, nicht Sa-tis-fak-tion, nein, genau das Gegenteil. <em>Satisfaction.</em></p>
<p>Ich wusste noch lange nicht, was Junge und Mädchen machen können, alleine, zusammen, mit dem, was da zwischen ihren Beinen war. Daß es interessant sein mußte, hatte mir meine Mutter nicht verraten, und auch mein Vater nicht. Da ich keine Lust auf Wiederholungen hatte, stellte ich den beiden keine Fragen mehr, die sie mir nicht beantworteten, nicht beantworten wollten, wie ich eines Tages traurig feststellte. Tanzend entdeckte ich den Beat; ich spürte, aber ich wußte nicht.</p>
<p>Die Wiederholung fing an mich zu beschäftigen. In den sechzigern gab es nicht jeden Tag und erst recht nicht jede Stunde die Möglichkeit, Wonne aus dem Äther zu entdecken. Das Wort BFBS war ein Fremdwort für mich, und weil ich Wiederholungen ablehnte, fand ich mich nicht jeden Tag vor dem veralteten Plattenspieler wieder. Aber das Tonbandgerät war revolutionär; es ermöglichte mir jederzeit, ähmm, jederzeit, wenn ich eine freie Minute jenseits vom Streß fand, die ich alleine mit meiner Musik verbringen wollte. Es gab natürlich auch die andere freie Zeit, die ich verlängern wollte, ja, verlängern mußte, wenn ich überleben wollte. Meine Schulaufgaben konnte ich morgens im Bus machen, auf dem Mühlenrad des Schloßhügels, vorm Schulanfang, in den Pausen, manchmal sogar noch im Unterricht. Dieses Dilemma wiederholte sich Tag für Tag, und ich empfand diese Struktur der Wiederholung anstrengend, erdrückend, erwürgend – einfach nur unmenschlich.</p>
<p>Die Beatles hingegen waren meine ersten Aufklärer. <em>I wonna hold your hand, </em>das war der Satz, den ich mit zehn brauchte, um mein Leben zu verändern. <em>She loves you</em> – das war es, worauf es für mich damals ankam. Es waren die Phrasen, die zuerst in mir hängen blieben, dann die Melodie, dann der Rhythmus, dann die Instrumentalisierung, das Zusammenspiel aller, die Solis, eben alles zusammen, bis ich anfing, den Blues zu entdecken, die einzelne Note, solange, bis ich herausfand, wo die Perle war.</p>
<p><a href="http://saintmichelle22.files.wordpress.com/2011/11/ledzepmontreaux1.jpg"><img class="alignleft" title="LedZepMontreaux" src="http://saintmichelle22.files.wordpress.com/2011/11/ledzepmontreaux1.jpg?w=300&#038;h=192" alt="" width="300" height="192" /></a>Und in dem Moment, als ich eine Ahnung von der Schatzsuche hatte, verzauberte mich die Kraft der Wiederholung. <em>I&#8217;m dazed and confused</em> – das war es, das mich mehr als ahnen ließ, lange, bevor meine Finger tasten durften, lange, bevor es warm und fließend wurde, lange, bevor ich verstand, das Verschmelzen und Erregen keine Kunst der Wiederholung kennen.</p>
<p>Jeder Moment ist ein neuer Moment. Und damit das weiterhin so sein kann, war ich froh, eines Tages zu spüren,  daß ich derart mit der Musik verhangen bin, so daß die Welt der Musik und meine Welt der Assoziationen zu eng miteinander verknüpft waren. Um frei zu sein, wirklich frei zu sein von der Qualität der Wiederholung, musste ich das Stück erst einmal so gut kennen, das ich es absolut verinnerlicht hatte. Wenn ich soweit war, die Musik wirklich lieben zu können, hörend, tanzend, tagträumend, ohrwürmeleiend, eben mehr, als spontan verliebt zu sein, mehr als ein <em>falling in love again</em>, dann kam der radikale Einschnitt. Die Tonbänder verschwanden eines Tages – und waren nicht mehr auffindbar.</p>
<p>Doch erst in diesem Moment, als das Geliebte nicht mehr da war, fühlte ich, wußte ich, wie wichtig mir diese Welt war, die ich nach Belieben in meiner Welt hören konnte, wenn ich es wollte. Auf einmal war klar, dass ich die Bezugspunkte setzen konnte, indem ich eigene LPs hatte. Dann war es keine Wiederholung mehr, dann spielte ich eine Idee, ein Gefühl ein, ließ mich auf eine neue Weise schwimmen und treiben. Water Bearer.</p>
<p>Pink Floyd beflügelte meine Inspiration, ich lebte, ich war verliebt – jenseits aller Tabus &#8211; und machte mich daran, mit <em>Atom Heart Mother</em> meine Träume zu erfüllen; auf beiden Ebenen, irdisch und transzendental. Irdisch &#8211; das war nicht nur irdisch; das Irdische bekam viele Dimensionen, auch, wenn die Entdeckung des Spirituellen erst später kam. Dann, als meine Faszination für die Wiederholung des Aufregenden begann, die Wärme, das Gefühl, den geliebten Menschen zu spüren, die Wiederholung, den Pullover berühren zu dürfen, einen Hemdknopf öffnen zu dürfen &#8211; und noch einen und noch einen, den Reißverschluß und dann all das Schöne, was mit dem Berühren und dem Öffnen verbunden ist.</p>
<p>Do it again.</p>
<p><span style="color:#ffffff;">.</span></p>
<p><span style="color:#c0c0c0;">LED ZEPPLIN | PHOTO: CC-BY-SA-2.5-IT (Copyright Owners: Giovanni Savastano &amp; Sebastiano Riva) &#8211; WIKIPEDIA | COMMONSENSE | Picture of a Led Zeppelin exhibition at Montreaux taken on March 7, 1970 by Fabio Rizzato</span></p>
<p><span style="color:#c0c0c0;">FIRST PUBLISHED ON: <a href="http://saintmichelle22.wordpress.com/2011/11/08/do-it-do-it-again/"><span style="color:#c0c0c0;">CHANNEL SAINT MICHELLE</span></a>.</span></p>
<p><span style="color:#c0c0c0;">Auf dem Musikkanal von Saint Michelle findest du die Musik, die in dem Feature erwähnt wurde, indem du dort die Blogseiten zurückblätterst &#8211; <em>Multi.Media.Art.</em></span></p>
<br />  <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/gocomments/burcado.wordpress.com/4840/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/comments/burcado.wordpress.com/4840/" /></a> <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/godelicious/burcado.wordpress.com/4840/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/delicious/burcado.wordpress.com/4840/" /></a> <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/gofacebook/burcado.wordpress.com/4840/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/facebook/burcado.wordpress.com/4840/" /></a> <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/gotwitter/burcado.wordpress.com/4840/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/twitter/burcado.wordpress.com/4840/" /></a> <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/gostumble/burcado.wordpress.com/4840/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/stumble/burcado.wordpress.com/4840/" /></a> <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/godigg/burcado.wordpress.com/4840/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/digg/burcado.wordpress.com/4840/" /></a> <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/goreddit/burcado.wordpress.com/4840/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/reddit/burcado.wordpress.com/4840/" /></a> <img alt="" border="0" src="http://stats.wordpress.com/b.gif?host=burcado.wordpress.com&amp;blog=5026044&amp;post=4840&amp;subd=burcado&amp;ref=&amp;feed=1" width="1" height="1" />]]></content:encoded>
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		<title>Laß dir Zeit</title>
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		<pubDate>Fri, 02 Dec 2011 19:44:06 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Burcado</dc:creator>
				<category><![CDATA[Kurzgeschichten]]></category>
		<category><![CDATA[Rolling Stones]]></category>
		<category><![CDATA[Zeit]]></category>

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		<description><![CDATA[Laß dir Zeit. Welch wunderbares Mantra. Laß dir Zeit. Es ist ein Geschenk des Himmels, es ist ein Geschenk der Weisen, die unter uns weilen. Der Engel, der mir dieses Mantra schenkte, hatte sich als Vater verkleidet, und er tat &#8230; <a href="http://burcado.wordpress.com/2011/12/02/las-dir-zeit/">Weiterlesen <span class="meta-nav">&#8594;</span></a><img alt="" border="0" src="http://stats.wordpress.com/b.gif?host=burcado.wordpress.com&amp;blog=5026044&amp;post=4835&amp;subd=burcado&amp;ref=&amp;feed=1" width="1" height="1" />]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><em>Laß dir Zeit.</em></p>
<p>Welch wunderbares Mantra.</p>
<p><em>Laß dir Zeit.</em></p>
<p>Es ist ein Geschenk des Himmels, es ist ein Geschenk der Weisen, die unter uns weilen.</p>
<p>Der Engel, der mir dieses Mantra schenkte, hatte sich als Vater verkleidet, und er tat dies, weil er wußte, daß mein Vater in diesen Angelegenheiten vergeßlich war und verführte ihn zum Kauf einer runden schwarzen Scheibe, nicht besonders groß, und mit Goldlettern, die das Mantra darstellten. Unser Engel flüsterte dem <em>Chef des Hauses</em> ins Ohr, er müsse das wertvolle Mandala sichtbar aufhängen, in einem Raum, in dem er, der Vielbeschäftigte, sich oft aufhielt – jenseits des Geschäfts.</p>
<p>Vater, der zu jener Zeit noch zugänglich für Eingebungen war, ließ sich von seiner Intuition leiten, und entschied sich für ein Zimmer, das das Licht des Ostens in sich aufnahm, die Lichtstrahlen reflektierend, die Spirit überliefern wollte, Botschafter des Großen Geheimnis, Wesenheit des Ostens.</p>
<p>Das Zimmer war mehr meine Schatztruhe als Refugium meines Vaters, auch, wenn er all das, was für seine Entspannung wichtig war, hineinstellte, wenngleich es das Zimmer meines großen Bruders war. Seine Entscheidung, genau hier inmitten eines kleinen Paradieses mit einer Musiktruhe, einen Platz für das Mantra zu finden, eröffnete mir ungeahnte Möglichkeiten.</p>
<p><em>„Laß dir Zeit,“</em> das war zunächst die Weisheit, die das Mantra selbst erfüllte, geduldig wartend mit einer unendlichen Freizügigkeit, bis jeder auf seine Weise sich den eigentlichen Gehalt des Mantras zu eigen machte; zunächst arbeitete sich das Mantra in das Unbewußte, indem es einfach da war; keiner konnte umhin, das schwarze Rund mit dem goldenen Schriftzug nicht wahrzunehmen.</p>
<p>Da sein, nichts zu sagen, einfach nur zu wirken mit der Macht der Symbolik des Kreises &#8211; alleine das war unendlich weise.</p>
<p><span id="more-4835"></span></p>
<p>„Präsenz,“ so lehrte uns der Engel, „ist Energie. Du kannst sie aktiv oder passiv gestalten, doch Präsenz ist die Basis für wirkende, gestaltende Kräfte.“</p>
<p>Und so ließ sich das Mantra Zeit, um langsam in das Bewußtsein von uns allen einzudringen, weil wir es nötig hatten, wir Männer, die die Kunst des Lebens aus der Tiefe des Lebens heraus verstehen sollten. Für Mam, die aus einer bäuerlichen Familie kam, spielte die schwarze Scheibe keine Rolle. Als Mutter, die mit drei Kindern schwanger gewesen war, konnte sie mit dem Phänomen der Zeit wie eine buddhistische Nonne, die nicht erleuchtet war, umgehen; genau, wie sie sich auf ihre Weise den Herausforderungen ihres Alltags stellte, leider vergessend, daß auch sie das Mantra benötigte, jedoch auf einer anderen Ebene als die Männer des Hauses.</p>
<p>Das Mandala, das neben dem Bücherregal meines Bruders hing, nahe dem Licht, jedoch im Schatten der Wand, verführte mich mit Leichtigkeit, mir Zeit zu nehmen, um mit meinen Impulsen arbeiten zu können. Es waren drei Regalbretter, drei Ebenen übereinander, jedes ungefähr neunzig Zentimeter breit, also lang genug, um viele Bücher aufzunehmen.</p>
<p>„Zuviele,“ wie ich damals empfand, zuviele, um spontan sagen zu können, das interessiert mich – und jenes interessiert mich nicht. Alles war interessant, &#8211; und alles gehörte meinem Bruder, der das kostbare Bücherregal und ebenso die große Märklin-Eisenbahn mit einem Zauber geschützt hatte, und mir, genau wie der Herr PaPa, eine wichtige Lektion über das Wesen eines Tabus beibrachte.</p>
<p>Bevor ich das Tabu brach, unsicher, sicher und zielstrebig, vergingen mehrere Jahre, bis ich den Mut hatte, mich den Gräbern, den Göttern und den Gelehrten zu nähern. Meine Schutzengel hatte ich irgendwann, eines Tages, zufällig entdeckt; zufällig hatten sie sich versteckt, wo sich die Märchenschallplatten befanden, die hörbaren, die zwar nicht mir gehörten, sondern meinem Bruder, dem Sammler, der so freundlich war, sie nicht wegzuwerfen, als er zu alt war für die christlichen Märchen des Grauens, mich aber auch nicht vor dem kalten Herzen Hauffs schützen konnte.</p>
<p>Engel lieben es, sich zu verkleiden und diesmal folgten sie dem musikalischen Trend der Zeit und ließen sich in kleine schwarze Platten als Tonrillen pressen, mit einem Cover versehen, das die Angelegenheit geschickt tarnte. Es waren die <em>Rolling Stones</em>, die es gleich beim ersten Anlauf zweimal versuchten, über meine Ohren mein Herz und meine Seele zu erreichen.</p>
<p>Klar war, daß es sich bei ihrer Botschaft um Zeit drehen mußte; sehr offensichtlich ebenfalls, weil es gleich zwei Titel gab, die das Phänomen der Zeit in sich bargen, etwas von immenser Bedeutung mitteilen wollten, nur nicht direkt, eher mit dem Nimbus der möglichen Entschleierung einer Dimension, die ein zehnjähriges Kind erfühlen und erahnen, nur noch nicht begreifen konnte.</p>
<p>So hatte ich Zeit, um die Zeit verstehen zu können.</p>
<p>IN DEN UNTERSCHIEDLICHEN LEBENSRÄUMEN, in denen ich mich damals bewegte, spürte ich deutlich unterschiedliche Zeitphänomene, die ich gefühlsmäßig mit Leichtigkeit wahrnehmen, doch nicht entschlüsseln konnte.</p>
<p>Es gab die gepreßte Zeit, die mit der totalen Unterdrückung aller Gefühle einherging – und mit der Einschränkung, vielmehr dem Verbot, allen natürlichen Impulsen Ausdruck zu geben. Meine Eltern hatten es nicht geschafft, mich ruhig zu stellen und so machten sich Lehrer daran, meinen Bewegungsdrang mit subtilen, aber wirksamen, bedrohlich wirkenden Methoden unterdrücken zu wollen. So entwickelte sich ein Wechselspiel zwischen Anpassung, um überleben zu können, und dem Herstellen von Lebensräumen voller Freude und Lust, verbunden mit dem unersättlichen Drang, der Welt der toten Zeit Lebensräume abzuringen, sich intuitiv dem Wesentlichen zu widmen, wann immer es möglich war, und aus Gelegenheiten wurden Entscheidungen, und aus Hindernissen ebenfalls; das Innere entschied sich für das Spielen, für das Entdecken, für das Lebendig-Sein, ohne als Verstandesangelegenheit in Erscheinung zu treten.</p>
<p>Ich war acht Jahre jung, als ich das Stehenbleiben der Zeit mit dem Herzen wahrnahm – in Gegenwart eines Mädchens, das zwei Jahre jünger war als ich, kurze Zeit nach dem ich sie in der Aula meiner Grundschule entdeckt hatte, ihr Gesicht, ihre langen blonden Haare, ihr Wesen, das mich an einen Engel erinnerte. Um sie kennenzulernen, das war wohl die wichtigste Erfahrung jener Zeit, mußte ich einen Impuls wahrnehmen, eine innere Erregung, die von großer Bedeutung war – und ich mußte dem Impuls folgen, ihm Energie geben, um sie kennenzulernen, mußte Grenzen überschreiten, mich auf sie zu bewegen, um ihr zu sagen, daß ich sie besuchen wolle, um mit ihr spielen und mit ihr Zeit verbringen zu wollen.</p>
<p>Aus dem Impuls wurden sechs schöne Stunden an einem Nachmittag im Frühling, die, als die Dämmerung lebendig wurde, mir das Gefühl vermittelten, daß die Zeit sich aufgelöst habe, wundersamst, in der Schönheit des Miteinanders, des gemeinsamen Gestaltens, dem spontanen Ausdrücken des Wünschens, von Impuls zu Impuls, fließend in der Zeit zu sein.</p>
<p>Es gab zwei andere Lebensräume, in denen ich das Gefühl der Unendlichkeit wahrnahm, obwohl diese Welten anders waren und auch gewisse Anstrengungen erforderten.</p>
<p>Da war der Heuboden meines Mutter-Großvaters, den ich eigentlich nicht betreten durfte, aber die Verlockung eines großartigen Trichter-Grammophons in sich barg, und den ich betrat, mit dem Gefühl des Verbotenen zwar, jedoch um die emotionale Weichheit des Verbots von Oma wissend, eine Höhle der Geborgenheit, in der Verzauberung möglich war, anders, als es <em>Fitzgeraldo</em> tat, doch den Keim, daß Glaube Berge versetzen könne, in seiner ganzen Tragweite spürend, bis zwei Jungen, deren Vater Nazi war, mein Paradies in ihrer Zerstörungslust innerhalb weniger Minuten unwiederbringlich zerstörten.</p>
<p>Das, was für lange Zeit ununterbrochen meinen eigentlichen Lebensraum darstellte, das waren die Wälder und Seen, die mein Dorf säumten. Keine Hausaufgaben, kein Zeitzwang meines cholerischen Vaters hielten mich davon ab, in den unendlichen Weiten das Gefühl der Geborgenheit und des Verbunden-Seins zu entdecken – und dieses Gefühl in die Länge zu ziehen, verbunden mit der einzigen Qualität, die ich dafür brauchte: Da zu sein.</p>
<p>Der Zauber der Bäume, unserer Verwandten, wie die Indianer sie nennen, konnte ich nicht mit den Augen und mit dem Verstand erkennen, obwohl mein Vater mir schon früh beigebracht hatte, daß auch ein Baum eine Seele habe, doch mit den Sinnesorganen des emotionalen Fühlens, das mich Vergessen lehrte – und mich zur rechten Zeit erinnerte, in die Welt der Ängste zurückzukehren, war ich geschützt &#8211; von meinen Freunden, den Bäumen.</p>
<p>Und dann, wenn der Schrecken der Rückkehr überwunden war, sangen mich die<em> Rolling Stones</em> in den Schlaf, streichelten meine Seele, so daß ich ruhig einschlafen konnte, wissend, daß die Zeit auf meiner Seite war.</p>
<p><span style="color:#ffffff;">.</span></p>
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		<title>Waschen und Legen</title>
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		<pubDate>Tue, 05 Jul 2011 14:53:24 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Burcado</dc:creator>
				<category><![CDATA[Kurzgeschichten]]></category>
		<category><![CDATA[Bigotterie]]></category>
		<category><![CDATA[Fotojournalist]]></category>
		<category><![CDATA[Friseur]]></category>
		<category><![CDATA[Haare waschen]]></category>
		<category><![CDATA[Humoreske]]></category>
		<category><![CDATA[Kirchenvorstand]]></category>
		<category><![CDATA[Photographie]]></category>

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		<description><![CDATA[ERFAHRUNGSBERICHT EINES FOTOJOURNALISTEN Eine Humoreske von Burcado Nowak So wie sie aussah, gab es keinen Zweifel. Die Frau, die vor mir stand, und die ich mit aller List und Raffinesse – und das nicht einmal aufdringlich, eher dezent, wie es &#8230; <a href="http://burcado.wordpress.com/2011/07/05/waschen-und-legen/">Weiterlesen <span class="meta-nav">&#8594;</span></a><img alt="" border="0" src="http://stats.wordpress.com/b.gif?host=burcado.wordpress.com&amp;blog=5026044&amp;post=4824&amp;subd=burcado&amp;ref=&amp;feed=1" width="1" height="1" />]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<div>
<p>ERFAHRUNGSBERICHT EINES FOTOJOURNALISTEN</p>
<p>Eine Humoreske von Burcado Nowak</p>
<p>So wie sie aussah, gab es keinen Zweifel. Die Frau, die vor mir stand, und die ich mit aller List und Raffinesse – und das nicht einmal aufdringlich, eher dezent, wie es meinem Wesen entsprach – zu überzeugen versuchte, freundlich in die Kamera zu schauen, tat sich nicht leicht, ein Fünkchen Schönheit in sich zu entdecken, geschweige, dass sie bereit war, es einen Fremden für sich zu tun zu lassen. Sie kandidierte für irgendein langweiliges Amt in der Kirche, und ich konnte es mir nicht verkneifen, einen jungenhaften Witz über die Rolle eines Kirchenvorstehers zu machen, intellektuell getarnt, versteht sich. Sie war jedoch nicht zu doof, um mich misszuverstehen, denn wenn ich in diesen Angelegenheiten meinen Mund aufmache, auch wenn mein Lächeln bei meinen Worten noch so süffisant erscheinen mag, weiß der andere Mensch sofort Bescheid, was gemeint ist.</p>
<p><a href="http://satjam.files.wordpress.com/2011/07/vor-der-wahl-handgefertigte-skizze-sicherheitshalber1.jpg"><img class="alignleft" title="Vor der Wahl handgefertigte Skizze sicherheitshalber" src="http://satjam.files.wordpress.com/2011/07/vor-der-wahl-handgefertigte-skizze-sicherheitshalber1.jpg?w=241&#038;h=300&#038;h=300" alt="" width="241" height="300" /></a>Da half keine nette Überleitung, um sie vergessen zu lassen, wie ich mir im ersten Augenblick unserer Begegnung vorstellte, sie würde jetzt eine Amtszeit lang täglich vor der Kirche stehen. Und auch keine Ausflucht, dass die Sprache von uns Menschen nicht immer gut behandelt werde, weil mein Unterton zu deutlich verriet, dass es gewisse Menschen gab, die die Sprache aushöhlten, ihren Sinn zerstörten und aus der Hülse ein gewichtige Sache machten. Und selbstverständlich implizierte mein trockener Humor, dass ich mir im Grunde genommen nichts aus Leuten machte, die ihr Ego durch ein Amt, und sei es noch so beschissen, aufblasen.</p>
<p>So wie sie aussah, machte sie sich nichts aus Blasen. Sie hätte vielmehr die Gründerin einer klerikalen Ortsgruppe – oder einer Liga – gegen Jugendsexualität sein können, doch ehrlich gesagt, sie war zu jung dafür. Wahrscheinlich war es ihre Mutter oder ihre Großmutter, die die örtliche Sektion vom Bund Deutscher Mädel gegründet hatte. Aus meinen Unterlagen ging hervor, dass sie nicht immer abstinent gewesen war, zumindest musste es einmal Sex in ihrem Leben gegeben haben und der Ruf, der ihrer Tochter vorauseilte, die, wie ich hörte, eine junge Frau im besten Alter sei, war eher das natürliche und sexuell bewusste Komposit ihrer Mutter, so, wie ich es mir manchmal in meinen kühnsten Träumen vorstellte.</p>
<p><span id="more-4824"></span></p>
<p>Weil ich meine Arbeit liebe, tat ich alles, um George Orwells Alptraum aufzumuntern, trat ein wenig näher an sie heran, und schenkte ihr einen Hauch meiner guten Laune, auch wenn mein Auftraggeber aus ihren Reihen mich nicht besonders gut bezahlte, obwohl der Herr Pastor, der für die Öffentlichkeitsarbeit zuständig war, mir immer wieder versicherte, wie fürstlich doch mein Honorar sei. Mein alltägliches Taschengeld aus der Fotografiererei reichte nicht dafür aus, mir eine Frau aus Thailand per Katalog zu bestellen, so wie es jenes Großmaul tat. Aber das ist eine andere Geschichte, und so verschwiegen, wie ich bin, werde ich nichts darüber schreiben, wie der Herr Pastor reagierte, als er erfuhr, dass sein neues Spielzeug blind war, auch wenn ich aus guter Quelle über seine Bigotterie unterrichtet worden bin.</p>
<p>Mein Fotomodell wider Willen lenkte langsam ein, sich mit meinen Hinweisen zu arrangieren und trat näher an die Kamera heran, um sich, spiegelnd in der Linse, rein mental beim morgendlichen Spiegelritual freundlich in die Augen zu sehen und wenigstens einmal den Versuch zu unternehmen, ihre Schönheit zu entdecken. Bevor ich ihr einen weiteren Rettungsanker zuwerfen konnte, hatte es „Szuhm“ gemacht und ich hatte meine Aufnahme in der Kiste. Begründen lässt sich der „kleine Erfolg“ nicht. Lag es an mir, dass ich mir redlich Mühe gab, lag es an dem Sonnenlicht, das meinem Gegenüber ein wenig Freude schenkte oder war es mein Wunsch von dem anderen anerkannt zu werden, mein Heischen nach Sympathie, das der neuen Kirchenvorsteherin letztendlich spiegelte, was sie wiederum in ihrem Rollenspiel  erwartete, auf einer Ebene, die ihr vertraut und sicher erschien? Ein Fotograf ist ein Meister der Oberfläche, tiefergehende Fragen wie diese vermochte ich nicht zu beantworten.</p>
<p>So blind wie ich war, hatte ich Einiges, was in diesem Zusammenhang interessant war, nicht richtig wahrgenommen. Eine Woche nach diesem Fototermin erzählte ich meiner Freundin Swantje, deren Alter ich an dieser Stelle lieber verschweige, nicht aus Furcht, eher aus Rücksichtnahme gegenüber meinem guten Freund Serge, der mir vor zwei Jahren ein Lolita-Ding andrehen wollte, zu welchen Mitteln ich gegriffen hatte, um die potentielle Kirchenvorsteherin schön zu färben. Swantje kicherte beim Zuhören, nicht so sehr, weil sie meine tapfere Selbstaufgabe toll fand, sondern weil sie sich vorstellte, wie sie mit dem asexuellen Traum umgegangen wäre.</p>
<p>„Du hättest sie mit mehr Fantasie zu einem entzückenden und genusssüchtigen Wesen machen können,“ sagte sie ernsthaft zu mir, „etwa so: „Liebe Frau Sowieso, wir machen jetzt eine kleine Fantasiereise miteinander. Eine harte Arbeitswoche liegt hinter ihnen, es ist Samstagnachmittag, ihre Tochter ist schon lange aus dem Hause verschwunden und ihr Mann lässt sich vor dem Fernseher beim Fußball volllaufen. Alles ist bestens vorbereitet; im Badezimmer haben Sie viele Kerzen angezündet und für guten Duft gesorgt. Sie ziehen sich  aus, um endlich im angenehm warmen Wasser zu sein. Sie streicheln ihren ganzen Körper und irgendwann endlich ihre Perle, stöhnen leise auf, und wenn sie kurz vorm Orgasmus sind, schauen sie freudestrahlend in die Kamera.“</p>
<p>Swantje lachte. Und so wie sie lachte, war sie die eigentliche Heldin der Geschichte. Und weil ihre Geschichte so schön war, lachte ich mit. Wir lachten solange, und wir lachten so laut, dass wir wirklich gesund waren, als wir uns eine Portion Eis bestellten. Nach einer kleinen Pause lachte sie wieder, diesmal unvermittelt und ohne Zusammenhang, scheinbar, jedenfalls konnte ich nichts erkennen, was auf meine Story oder ihre Handlung verwies. „Ich habe dir noch gar nicht gesagt,“ flüsterte sie leise in mein rechtes Ohr, und knabberte an einigen empfindlichen Stellen, „dass meine Mutter sich für das Amt einer Kirchenvorsteherin zur Verfügung gestellt hat.“ Swantje war, seitdem ich sie kenne, immer geheimnisvoll. Und sie legte es darauf an, mich zu intellektuellen Leistungen zu bewegen. Ich brauchte nicht lange, um zu kombinieren, dass mein Fotomodell ihre Mutter gewesen ist. Um ehrlich zu sein, ich habe Swantje noch nie nach ihrem Nachnamen gefragt, genausowenig, wie ich sie zuhause besucht habe.</p>
<p>„Wo wir gerade dabei sind,“ flüsterte sie ins andere Ohr, ohne ihre Zärtlichkeiten dabei zu vergessen, „du könntest mich auch einmal fotografieren, so, als würdest du mich nicht kennen.“ Ich nickte, und mein Spaßmacher freute sich, weil die Fotosessions mit Swantje alles andere als langweilig waren – und vor allen Dingen keine aufwendigen Stories brauchten, um nicht nur zu fotografischen Höhepunkten zu kommen. An Rollenspiele hatte ich bislang noch nie gedacht, weil Swantje tausend Ideen hatte, um sich zu inszenieren, so, wie sie gerade war, angezogen oder auch nicht, sich Fantasiekostüme nähte, Kostüme, die fast alles offen ließen, genau auf die Weise, mit der die Frauen aus Kreta, jedenfalls die, von denen wir Männer heute noch gerne sprechen, göttliche Gefühle erzeugt hatten, mehr noch, wäre Swantje ein Jüngling, hätte auch der runde Po mit seinen Möglichkeiten selbst die alten Griechen gelockt und verlockt, sie spielte mit ihrer Lieblingsfreundin vor meiner Kamera, nackt und authentisch, ohne dass ich auf irgendeine Weise Regie führen musste.</p>
<p>„Ab sofort wird Portraitfotografie mit unbekannten Frauen zum französischen Festessen. Zuerst schleppst du sie zum nächstbesten Friseur und wäscht ihr die Haare. Das ist eine gute Weise, sich kennenzulernen,“ meinte Swantje. „Du temperierst das Wasser und erkundigst dich dabei nach ihrem Wohlbefinden, fragst, ob sie ihre Augen mit einem Tuch schützen will und nimmst dir eine gute Viertelstunde Zeit, um ihre Kopfhaut, mal sanft und mal stärker, zu massieren. Deine Daumen berühren immer wieder, so wie unabsichtlich und ungewollt, besonders sanft und erotisch ihre Ohrläppchen, vielleicht möchte sie auch ihre Augenbrauen und die Lider verwöhnt wissen. Schließlich frottierst du ihre Haare, ohne zu vergessen, ihren Nacken und Schulteransatz liebevoll zu bedenken. Entweder rieseln ihr angenehme Schauern über den Rücken, hinunter bis zum Po bis zum Ursprung ihres Seins, oder,“ und da machte Swantje eine künstlerische Pause, „oder du hast alles vermasselt oder merkst, dass du sie nicht fotografieren möchtest.“ Und wieder lachten wir, bevor Swantje nachschob: „Oder möchtest einen Menschen wirklich fotografieren, den du überhaupt nicht kennst?“</p>
<p>An diesem Nachmittag fanden wir keinen Friseur, der uns seine Möglichkeiten zur Verfügung stellte. Zu Swantjes Mutter wollten wir auch nicht und zum guten Schluss wanderten wir zu mir. Swantjes Sinn für Variationen war mittlerweile lebendig geworden. Weil sie nicht nur ihr Gesicht abgebildet, sondern von Kopf bis Fuß fotografiert werden wollte, landeten wir in meiner Badewanne. Immer, wenn ich heutzutage Portraits mache, von Menschen, die ich nicht kenne, denke ich liebevoll und dankend an Swantjes Fantasie zurück. Bislang habe ich noch nie das Interesse gehabt, mit meinen Kundinnen zum Friseur zu gehen. Vielleicht sollte ich professionell ein anderes Klientel fotografieren, bevor 1984 vollends Wirklichkeit wird.</p>
<p>PS</p>
<p>Gerne hätte ich das Bild von Swantjes Mutter beigefügt, aber Swantje bat mich, würdevoll mit ihrer Mutter umzugehen. So habe ich eine handgefertigte Kopie angefertigt, sicherheitshalber.</p>
</div>
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		<title>&#8222;Schreiben wurde Herausforderung&#8220;</title>
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		<pubDate>Sun, 10 Apr 2011 21:33:06 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Burcado</dc:creator>
				<category><![CDATA[Tagebuch]]></category>

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		<description><![CDATA[Ein Weg zur Erzählkunst Mit Literatur groß zu werden, mit einem schriftstellerischen Etwas, das aus irgendeinem Grund gesellschaftlich hoch gelobt wird oder tatsächlich gut ist, weil es einem gefällt, erzeugt ein inneres Abbild, das Ansprüche stellt, wann eine Geschichte oder &#8230; <a href="http://burcado.wordpress.com/2011/04/10/schreiben-wurde-herausforderung/">Weiterlesen <span class="meta-nav">&#8594;</span></a><img alt="" border="0" src="http://stats.wordpress.com/b.gif?host=burcado.wordpress.com&amp;blog=5026044&amp;post=4815&amp;subd=burcado&amp;ref=&amp;feed=1" width="1" height="1" />]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><strong>Ein Weg zur Erzählkunst</strong></p>
<p><strong><br />
</strong></p>
<div id="attachment_4816" class="wp-caption alignright" style="width: 230px"><a href="http://burcado.files.wordpress.com/2011/04/conan_doyle.jpg"><img class="size-medium wp-image-4816" title="Conan_Doyle" src="http://burcado.files.wordpress.com/2011/04/conan_doyle.jpg?w=220&#038;h=300" alt="" width="220" height="300" /></a><p class="wp-caption-text">Arthur Conan Doyle 1913</p></div>
<p>Mit Literatur groß zu werden, mit einem schriftstellerischen Etwas, das aus irgendeinem Grund gesellschaftlich hoch gelobt wird oder tatsächlich gut ist, weil es einem gefällt, erzeugt ein inneres Abbild, das Ansprüche stellt, wann eine Geschichte oder ein Roman persönliche Wertschätzung ersten Ranges bekommt. Ich habe als Kind Krimis geliebt und alle möglichen Edgar Wallace Krimis verschlungen, die ich in der väterlichen Bibliothek heimlich oder offiziell ausleihen konnte. Schnell kam Georges Simenon hinzu, ein wenig später Agatha Christie, gefolgt von Sir Arthur Conan Doyle.</p>
<p>Bücher sind wie Filme Leben aus zweiter Hand, haben jedoch einen Unterhaltungswert, der irgendwie aus unterschiedlichen Kombinationen besteht. Lust auf Abenteuer und Erzählkunst; Freude auf Abwechslung und Entspannung, Lernen auf Metaebenen – und ganz profan, die Kunst, die Zeit zu gestalten, entweder, weil es nichts anderes gibt, dann wird der Krimi zum Medikament ohne schädliche Nebenwirkungen, oder in Ermangelung wirklichen Lebens zum preiswerten Home-Entertainment.</p>
<p><span id="more-4815"></span></p>
<p>Egal, was ich zum Lesen in die Hand nahm, und es wird vielen anderen LeserInnen genauso ergangen sein, irgendwie musste das Geschehen die Möglichkeit beinhalten, dass die Handlung eventuell realistisch sein könne; unabhängig vom jeweiligen Genre. Selbst ein Sciencefiction Roman, bei mir waren es die Jules Verne Bände, die ich regelrecht verschlang, löste durch die Kunst des Geschichtenerzählens immer den Effekt des potentiellen Wahrheitsgehalts oder Möglichkeitsgrades aus.</p>
<p>Als Kind liebte ich es, Geschichten zu erfinden; jeden Tag gab es eine neue Geschichte, während ich in der Sandkiste den Sand liebevoll anhäufte, Sandberge versetzte, Straßen, Täler und Schluchten schuf, mystische Burgen baute und die Oberflächen immer wieder von Neuem mit den Handflächen nacharbeitete. Obwohl ich an der Nordsee groß wurde, machte ich mir nicht viel aus großen Sandburgen; sie boten nicht die Vielfalt oder die Vielschichtigkeit von Aufbaumöglichkeiten, wie ich sie in meiner Sandkiste hatte.</p>
<p>Meine Erzählkunst fand außerhalb des Unterrichts statt; ich hatte nur einen Zuhörer, den besten, wie ich damals fand – und dieser Zuhörer war ich selbst. Es galt also Geschichten zu erfinden, die den Zuhörer niemals langweilten – also waren Wiederholungen oder Variationen eines Themas nicht erlaubt. Der Erzähler ließ sich gerne vom Zuhörer herausfordern, ohne zu wissen, das er dabei war, ein solides Fundament für eine schriftstellerische Tätigkeit zu entwickeln.</p>
<p>Zwar hatte die Schule schon lange angefangen, den Zugang zur rechten Hirnsphäre systematisch zu sabotieren, doch das rebellische Kind ließ es sich nicht nehmen, seine Freiheit zu leben – und wusste von Anbeginn der Schulzeit, wem die Stunde schlägt, obwohl es sich immer die Frage stellte, welchen Zweck Hemingway mit diesem abstrusen Dativ verfolgte.</p>
<p>Ab zwölf erschien es nicht mehr altersgemäß, in der Sandkiste zu hocken, und damit begann der Fall der kindlichen Freiheit. Die Sandkiste wurde demontiert, die Anforderungen des elitären Oberschulunterrichts stiegen radikal in die Höhe, dass selbst Spaziergänge in dem malerischen Wald- und Seengebiet meines vergessenen Dorfes zur Seltenheit wurden. Schließlich die systematische Selbstentfremdung eines dümmlichen Deutschunterrichts; nicht ansetzend an der Erlebniswelt eines Kindes oder Jugendlichen, sondern beginnend in einer abstrakten Grammatiklehre, gemischt mit sogenannten literarischen Ergüssen, die nur Schaudern und Abwehr in mir hervorriefen. Deutsch, nicht nur wegen des Faschismus, wurde für mich zur Fremdsprache Nummer Eins.</p>
<p>Erst als ich begann, einfache Ansichten zu formulieren, begann das schreibende Leben für mich interessant zu werden. Mein erster Leserbrief an das Jeversche Wochenblatt forderte die Leser und Leserinnen auf, die kleinen und sauberen Seen meines Heimatdorfes zu besuchen – anstelle des nicht gerade sauberen Schwimmbades, das an einer Hauptstraße gelegen war. Irgendjemand passte meine Ansicht nicht, und schon bald war meine Arbeit preisgekrönt. Ein Gericht verurteilte mich zu einer Geldstrafe von einhundert Mark, weil ich angeblich zu einer öffentlich strafbaren Handlung aufgerufen hatte. Auch wenn ich mich über diese Idioten gewaltig ärgerte, eines hatte ich begriffen. Wer schreiben kann UND wer Argumente hat, der macht sich beliebt und unbeliebt zugleich.</p>
<p>Das journalistische Schreiben, das sich an vielen Wehwehs orientiert, ist für jeden Roboter leicht erlernbar. Mir half es, komplexe und undurchschaubare Schachtelsatzstrukturen zugunsten verständlicher Sprachkonstruktionen aufzugeben. Ich beobachtete mich, wie ich es als Journalist genoss, dabei zu sein. Besser kann ich es heute nicht ausdrücken, was der Grundstock guter Journalistik ist. Es ist das Dabei-Sein. Es ist das Selbst-Erleben. Das Begreifliche einer Situation. Ich mochte niemals die Kollegen, die eigentlich niemals auf einem Termin anwesend waren, und dennoch als Redakteure schmissige Texte schrieben, nachdem sie ein Kurzinterview mit Skizzenblock und spitzem Bleistift durchgeführt hatten, ohne anteilzunehmen, ohne „Leben“ geschnuppert zu haben.</p>
<p>Meine erste richtige Reportage konnte ich nicht einmal vermarkten. Die Redaktion eines Radiosenders schickte einen Ghostwriter, nachdem ich die Basisarbeit gemacht hatte. Damals interessierte mich das Phänomen der „Drückerkolonnen“. Anfang der achtziger Jahre hatte sich ein politischer Freund auf und davon gemacht; und seine Schwester bat mich, ihn zu suchen. So studierte ich zunächst den Stellenmarkt des Weser-Kuriers, meldete mich bei einem ominösen Unternehmen, das in einem betuchten Stadtviertel eine Kellerwohnung als Quartier hatte, schlich mich unter falschem Namen in eine Drückerkolonne ein, beobachtete das „Livegeschehen“ solange, bis ich genug Informationen gesammelt hatte und meine Angst mir sagte, ich solle lieber die Flucht antreten, bevor es zu spät sei. Den Freund habe ich nicht gefunden, seine Schwester – und viele Zuhörer – erhielten Informationen, die sonst keiner transportierte. Der Stoff ist heute immer noch interessant für eine Kurzgeschichte, 1980 habe ich gesehen, wie ich arbeiten will; nur konnte ich damals nicht genau verstehen, warum meine Herangehensweise anders und besser ist als das Abschreiben vorgefertigter Meldungen oder das Verlautbaren der Ansichten Mächtiger.</p>
<p>Noch konnte ich nicht den Wert abschätzen, der sich aus dem Grundsatz ergibt, nur über das zu schreiben, was man selbst erlebt und eigenständig recherchiert hat. Es brauchte seine Zeit, um als freier Journalist aus dem Alltag der SiebenWehs auszusteigen, und es brauchte noch mehr Zeit, um auf ein weißes Blatt zu starren, solange, bis das Innere sagt, „Okay, jetzt kannst Du anfangen.“ Das Schreiben wurde zur Herausforderung; sich selbst gegenüber. Erst einmal nur sich selbst gegenüber, vor allem in Beziehung zu dem inneren Zuhörer. Der kannte das Geschehen, weil er es miterlebt hatte. Und weil dieser Unsichtbare keine Lust auf Wiederholung hatte, erst recht nicht auf eine langweilige lineare Erzählkonstruktion, musste sich mein Inneres mit dem Leben genau beschäftigen, es geistig durchdringen, es mit den Sinnen und Händen anfassen, bis es auf allen Ebenen begreiflich wurde.</p>
<p>Als ich soweit war, befand sich eines Tages ein Brief in meiner Post. Ein anonymer Absender, ein Mensch, der sich mir nicht zeigte, der mich und meine Arbeit wertschätzte. In dem Schreiben legte er mir nahe, ich solle literarisch schreiben, das journalistische sei es nicht. Mein Ego gluckste vor Freude, doch mein Inneres kapitulierte. Ich hatte zu wenig Stoff, kein redaktionelles Umfeld und noch nicht das gewisse Etwas, um Geschichten mit Gehalt schreiben zu können.</p>
<p>Es waren die Märchen aus TausendundeinerNacht, die es mir angetan hatten. Sie waren mein innerer Maßstab für literarisches Schaffen. Wenn ich erzähle, so sagte irgendetwas in mir, dann soll es einen tieferen Sinn haben, der natürlich in das Geschehen eingewoben ist, leicht, sanft und liebevoll, ohne dem Leser oder der Leserin zu nahe zu treten, ohne in absichtlicher Weise zu manipulieren. Das Schreiben und das Leben sollten eins sein.</p>
<p>Ohne das Leben, das konkrete und das geheimnisvolle, entschlüsselt zu haben, konnte ich mich nicht an die Arbeit machen. Zwar hatte ich angefangen, mich mit Osho anzufreunden, aber ich war noch nicht soweit. Mein ehrliches Brot verdiente ich zu dieser Zeit lieber mit Taxifahren; für das Heuchlerische und Unterwürfige war ich nicht zu haben. Immer, wenn es mir in Redaktionen zu heikel wurde, also immer dann, wenn ich kein gutes Gefühl hatte, innerhalb eines bestimmten Kontextes zu schreiben und zu photographieren, beendete ich eine Zusammenarbeit, die letztenendes keine Zusammenarbeit war, sondern ein Befolgen der journalistischen Leitlinie zu unfairen Konditionen.</p>
<p>Wenn die Leitlinie zur Leidlinie wurde, stieg ich aus.</p>
<p><span style="color:#ffffff;"><br />
</span></p>
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		<title>Adams Idiot</title>
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		<pubDate>Sun, 10 Apr 2011 00:08:58 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Burcado</dc:creator>
				<category><![CDATA[Kurzgeschichten]]></category>

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		<description><![CDATA[1968. Welch wunderbares Jahr. Eine längst überfällige Revolte fand stand, wurde jedoch von den Herrschenden im Keim erstickt, ohne dass es von vielen bemerkt wurde. Ich freute mich seit ein paar Jahren auf dieses Jahr, denn ich wusste sehr früh, &#8230; <a href="http://burcado.wordpress.com/2011/04/10/adams-idiot/">Weiterlesen <span class="meta-nav">&#8594;</span></a><img alt="" border="0" src="http://stats.wordpress.com/b.gif?host=burcado.wordpress.com&amp;blog=5026044&amp;post=4805&amp;subd=burcado&amp;ref=&amp;feed=1" width="1" height="1" />]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><a href="http://satjam.files.wordpress.com/2011/04/the-love-of-helen-and-paris.jpg"><img class="alignleft" title="The Love of Helen and Paris" src="http://satjam.files.wordpress.com/2011/04/the-love-of-helen-and-paris.jpg?w=226&#038;h=300" alt="" width="226" height="300" /></a>1968. Welch wunderbares Jahr. Eine längst überfällige Revolte fand stand, wurde jedoch von den Herrschenden im Keim erstickt, ohne dass es von vielen bemerkt wurde. Ich freute mich seit ein paar Jahren auf dieses Jahr, denn ich wusste sehr früh, was ich umgehend nach meinem 14. Geburtstag tun würde. Weil ich kein Interesse am Religionsunterricht hatte, würde ich unmittelbar austreten, erst aus dem Unterricht, dann aus der Kirche. Warum es in der Schule erlaubt war, Kinder mit einer menschenfeindlichen Ideologie zu tränken, konnte ich nicht verstehen. Ich hatte intuitiv recht früh verstanden, dass das Christentum sex- und kinderfeindlich ist, und wäre ich Adam gewesen, hätte ich mich nicht mit Eva von irgendeinem Idioten aus dem Paradies vertreiben lassen.</p>
<p><span id="more-4805"></span></p>
<p>Dass ein Apfel am Tag gesund ist, das war zu meiner Kindheit jedem bekannt. Und was war gegen Erkenntnis einzuwenden? Oder was sollte ich gegen eine nackte Eva haben, wo ich bemüht war, durch jede Ritze das nackte weibliche Antlitz beobachten zu können? Die Kirche hatte nichts, um meine Fragen zu beantworten; im Gegenteil, ihre Pfaffen taten alles, um mich von meiner Fährte abzubringen.</p>
<p>Die Inder hatten es leichter als die Menschen, die unter der christlichen Dummheit groß wurden. Sie hatten es mit spielerischen Gottheiten zu tun, die die Wirklichkeit mit zahlreichen Schleiern verbargen, und um dieses Spiel mitzuspielen, waren die Menschen herzlich willkommen, lernten, respektvoll miteinander umzugehen, begrüßten sich mit <em>„Namasté, ich grüße den Buddha in Dir.“</em></p>
<p>Meiner Mutter wurde es bei meiner Geburt in Gegenwart der verlogenen Nonnen so schlecht, dass sie das Krankenhaus fluchtartig verließ, mit einer Dringlichkeit, die sie vergessen ließ, dass ihr eigenes Kind nicht mit Muttermilch, sondern dem unheimlichen Getränk der Schwarzen Pädagogik aufgezogen wurde. Die Nonnen brüllten mir entgegen, dass ich schuldig sei, ohne dass ich wusste, wofür. Sie brüllten es allen anderen Kindern entgegen, diese verrückten Frauen, die nichts anderes gelernt hatten, als sich ihrer Weiblichkeit und ihrer Sexualität zu schämen.</p>
<p>Ich hatte keine Chance, mich ihrer zu erbarmen und wanderte vom Regen in die Traufe, als mich meine Mutter ein paar Wochen später heimholte.</p>
<p>Also freute ich mich von diesem Tag an auf die vordergründige Religionsfreiheit; ich drücke es mal so aus, um den Erzählfluß zu beschleunigen. 1968 konnte ich noch nicht wissen, wie heimtückisch dieses Religionsgebilde war. Ich brauchte meine Zeit, um all die Lügen zu entschleiern, die die Kirchen dieser Welt benutzen, um als Mächtige zu herrschen. Die politische Funktion des Christentums ließ sich relativ einfach entschleiern, wenn man bereit war, eins und eins zusammenzuzählen und Kreuzzüge, Hexenverbrennungen und Tellerweltbild in Zusammenhang mit der heutigen Kirche zu bringen. Schnell wurde klar, dass beide Kirchen den Faschismus unterstützten und dass die christliche Sexualmoral die beschissenste Moral aller Zeiten ist.</p>
<p>Doch inwieweit die inneren Ansichten eines Menschen von christlicher Doktrin besetzt und verschmutzt ist, wurde mir erst deutlich, als mein Großreinemachen mit Oshos Hilfe anfing.</p>
<p>Oshos Meditationstechniken sind revolutionär, weil ich an die Primärverbrechen der christlichen Indoktrination kam. Um die unsichtbaren Manipulationen zu erkennen und aufzulösen, nutzte ich das Potential zweier mächtiger Meditationen. Oshos <em>Kundalini </em>half mir, die Kraft zu generieren, um einen eigenständigen Weg zu gehen, und Oshos <em>Dynamische</em>, um alte Verhaltensmuster und Konditionierungen, die durch schwarze Pädagogik in jede Zelle eingeschleust worden sind, identifizieren zu können. Das reichte aus; alleine das Erkennen verbrecherischer Gedanken, Ansichten und Handlungsmuster, die nicht mein eigen waren, veränderte mein Leben für immer; weitaus intensiver als die politische Revolte 1968.</p>
<p>Eine Kurzgeschichte mit dem Titel „Gehirnwäsche“ zu schreiben, war einerseits spielerisches Resultat jahrelanger Arbeit – und andererseits ein köstlicher Affront auf all diejenigen, die Gehirnverschmutzung betreiben, aber Osho vorwerfen, er hätte Gehirnwäsche betrieben. Vielleicht hat er einen Rolls Royce zuviel gehabt, aber selbst damit kann ich leben, weil er seine Weise hatte, um mit den Medienfuzzies dieser Welt sein Spiel zu spielen. Aber was Osho mit mir nicht getan hat, kann ich mit Sicherheit behaupten. Er hat mein Gehirn nicht gewaschen.</p>
<p>Meine Gehirnwäsche habe ich selber machen müssen. Das bleibt auch keinem anderen Menschen erspart, sich seine Verhaltensmuster und Konditionierungen anzuschauen. Mann (oder Frau) muss dafür nicht als Mönch oder Nonne in ein Kloster gehen; im Gegenteil, das Leben fängt an,  erst richtig Spaß zu machen, wenn Mann und Frau sich als freie Wesen auf ihrem Weg vereinen, nicht nur rein platonisch.</p>
<p><span style="color:#ffffff;">.</span></p>
<p><em>Link</em></p>
<p><a href="http://krishnameetsradha.wordpress.com/6-2/">Gehirnwäsche</a></p>
<p>Kurzgeschichte</p>
<p>Friedland 2011</p>
<p><span style="color:#ffffff;">.</span></p>
<p style="text-align:center;"><strong>The Love of Helen and Paris</strong></p>
<p style="text-align:center;"><em>Jacques-Louis David</em></p>
<p style="text-align:center;">Louvre</p>
<p style="text-align:center;">Common Sense</p>
<p style="text-align:center;"><a href="http://de.wikipedia.org/w/index.php?title=Datei:Helene_Paris_David.jpg&amp;filetimestamp=20070726031527">Wikipedia</a></p>
<p style="text-align:center;">&nbsp;</p>
<br />  <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/gocomments/burcado.wordpress.com/4805/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/comments/burcado.wordpress.com/4805/" /></a> <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/godelicious/burcado.wordpress.com/4805/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/delicious/burcado.wordpress.com/4805/" /></a> <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/gofacebook/burcado.wordpress.com/4805/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/facebook/burcado.wordpress.com/4805/" /></a> <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/gotwitter/burcado.wordpress.com/4805/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/twitter/burcado.wordpress.com/4805/" /></a> <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/gostumble/burcado.wordpress.com/4805/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/stumble/burcado.wordpress.com/4805/" /></a> <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/godigg/burcado.wordpress.com/4805/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/digg/burcado.wordpress.com/4805/" /></a> <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/goreddit/burcado.wordpress.com/4805/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/reddit/burcado.wordpress.com/4805/" /></a> <img alt="" border="0" src="http://stats.wordpress.com/b.gif?host=burcado.wordpress.com&amp;blog=5026044&amp;post=4805&amp;subd=burcado&amp;ref=&amp;feed=1" width="1" height="1" />]]></content:encoded>
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			<media:title type="html">Burcado</media:title>
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			<media:title type="html">The Love of Helen and Paris</media:title>
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	</item>
		<item>
		<title>Sarahas Reise</title>
		<link>http://burcado.wordpress.com/2011/04/09/sarahas-reise/</link>
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		<pubDate>Sat, 09 Apr 2011 10:46:37 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Burcado</dc:creator>
				<category><![CDATA[Initiation]]></category>
		<category><![CDATA[Kurzgeschichten]]></category>
		<category><![CDATA[Love letters]]></category>
		<category><![CDATA[Reiki]]></category>
		<category><![CDATA[BBC-Sessions]]></category>
		<category><![CDATA[Engel]]></category>
		<category><![CDATA[Led Zeppelin]]></category>
		<category><![CDATA[Liebesbrief]]></category>
		<category><![CDATA[Saraha]]></category>

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		<description><![CDATA[„Saraha?“ Saraha antwortete nicht. Mit seinem Kopf war er tief in den Monitor eingedrungen, um sich seine jüngsten Arbeiten anzuschauen. Sein Sonykopfhörer war laut eingestellt, und er nahm nichts um sich herum wahr. „Saraha! Werd endlich still!“ Sarahas Augen war &#8230; <a href="http://burcado.wordpress.com/2011/04/09/sarahas-reise/">Weiterlesen <span class="meta-nav">&#8594;</span></a><img alt="" border="0" src="http://stats.wordpress.com/b.gif?host=burcado.wordpress.com&amp;blog=5026044&amp;post=4796&amp;subd=burcado&amp;ref=&amp;feed=1" width="1" height="1" />]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>„Saraha?“</p>
<p>Saraha antwortete nicht. Mit seinem Kopf war er tief in den Monitor eingedrungen, um sich seine jüngsten Arbeiten anzuschauen. Sein Sonykopfhörer war laut eingestellt, und er nahm nichts um sich herum wahr.</p>
<p>„Saraha! Werd endlich still!“</p>
<p>Sarahas Augen war auf ein Cover von <em>Led Zeppelin</em> gerichtet. Während er auf seinem Stuhl saß, als ob er ein Pferd ritt, und sich wunderte, warum er noch nie die <em><a href="http://tantricreiki2.wordpress.com/3-2/">BBC-Sessions</a></em> gehört hatte, nahm sein <em>„Dazed-And-Confused-Zustand“</em> kontinuierlich zu. Seine Füße wirbelten mit, seine Wirbelsäule war in Aufruhr, Saraha fühlte sich wohl in seinen inneren, unendlichen Welten.</p>
<blockquote><p>See you Baby, say what you will. Dadadadadat.</p></blockquote>
<p>Headbanging. Schauern liefen über Sarahas Rücken. Unendliche Weite, unendliche Sehnsucht. Zu verschmelzen mit der fließenden Sehnsucht, sich zu verlieren in einem Wesen, das er erahnte, und das doch nicht da war. Wie damals, als er fünfzehn war. Genau das gleiche Gefühl, auch wenn sein Bewusstsein ein anderes war. <em>Dazed And Confused.</em></p>
<p>„Saraha. Reite auf Deinem Pferd in die Wirklichkeit, Saraha, verlasse Deine künstliche Welt. Du musst unter die Menschen. Saraha, Saraha, Saraha, wach auf.“</p>
<p>Der Engel wurde energischer, seine Stimme war nicht zu überhören.</p>
<p><span id="more-4796"></span></p>
<blockquote><p>„Sweet little Baby, I&#8217;m waiting for you. Onh Onh Onh Onh Onh Onh.“</p></blockquote>
<p>Die Pause. Endlich. Sarahas Engel setzte sich in den Nacken seines Freundes, pustete energisch in die Rückseite seines fünften Chakras und kletterte hinauf zum linken Ohr, knabberte am Ohrläppchen, kroch in die kleine Öffnung und rief: „Saraha, wo bist Du, ich habe eine Überraschung für Dich.“</p>
<p style="text-align:center;">***</p>
<p>Engel dürfen den Verlauf eines möglichen Geschehens nicht erzählen. Es gibt ein Gesetz für Engel, dass es ihnen verbietet, sich direkt in die innere Angelegenheiten eines Menschen einzumischen. Anstoßen oder aufmerksam machen, das war erlaubt. Doch Engel konnten einen Menschen nicht an die Hand nehmen und zu ihrem Glück führen. Sarahas Engel hatte schon öfter die Grenzen des Erlaubten überschritten. Viele Male, als Saraha noch Taxifahrer war. Der Engel übernahm das Lenkrad, als er für ein paar Minuten eingeschlafen war, riss die Zeiten auseinander, um einen tödlichen Crash zu verhindern und mischte sich in Sarahas sexuelle Wachträume ein.</p>
<p>Dieses Mal bestand die Aufgabe des Engels darin, Saraha und andere Welten zusammenzubringen, zu einem Zeitpunkt, als Saraha sich in seinem Arbeitszimmer zurückgezogen hatte, um seine kreative Ader zu verwirklichen. Dagegen hatte der süße Racker nichts, nur wusste er, dass eine große Chance auf Saraha wartete. Saraha musste zum Lebendigen gehen. Irgendwo draußen, in der endlichen Weite der Normalität, würde seine Pfeilmacherin sein.</p>
<p>Nicht, dass sie auf ihn wartete. Sie hatte einen inneren Zustand, der die Möglichkeit barg, mit Saraha eine Zeit zu verbringen, die beide in einen himmlischen Rausch versetzen würde. Sie waren Welten voneinander entfernt, und doch würden ihre Welten miteinander verschmelzen können. Sarahas Engel hatte schon einfachere Aufgaben gehabt. Es galt, ein exaktes Timing zu entwickeln, und abzuwarten, ob beide seinem Plan folgen würden. Der Engel der Pfeilmacherin hatte die gleiche Idee gehabt. Nun machten sich beide an die Arbeit.</p>
<p style="text-align:center;">***</p>
<p>Der Engel konnte rechtzeitig aus Sarahas Ohr fliehen. <em>You Shook me, Baby</em> wollte er doch nicht auf dem Amboss sitzend mithören. Kaum war er draußen, schüttelte Saraha wieder seinen Kopf, vertikal, mehr nickend, und dabei bewegte sich seine Wirbelsäule rhythmisch.</p>
<blockquote><p>You know, you shook me baby, you shook my all night long. I cant leave you alone.</p></blockquote>
<p>Der Engel hatte keine Lust mehr, Saraha zu seinem Glück zu zwingen. Er fing an zu tanzen, flog auf die kleinen Lautsprecher, sprang von Klippe zu Klippe des Amethysten, hätte am liebsten das V8-Modell des Wiking-BMWs in Schwingung versetzt, rutschte die Wirbelsäule von Saraha rauf und runter, und fing an zu lachen, als er sich zusammen mit Saraha in Trance getanzt hatte.</p>
<p>Das nächste Stück würde <em>I can&#8217;t quit you Babe </em>sein. Der Engel nutzte die kleine Pause, pustete in Sarahas rechte Nasenöffnung, flog in das rechte Ohr und setzte seinen Stempel sanft aufs dritte Auge. „Am ersten Aprilwochenende bist du auf Hiddensee. Tue etwas für dein Liebesleben, Saraha. Tue es. Oh yeahh.“ Das war mehr als erlaubt, aber wer würde ihn, Sarahas Engel schon kontrollieren?</p>
<p>Während der Engel auf der kleinen Kante des Monitors einen Kopfstand machte, wusste er, dass die Nachricht angekommen war.</p>
<blockquote><p>Wait down inside. You need love. Whole lotta love.</p></blockquote>
<p>Sarahas Engel nutzte alle Möglichkeiten. Wenn er kein direktes Gehör finden würde, so blieb ihm die Musik von Led Zeppelin. Und diese Chance nutzte er. Saraha klickte auf Replay. <em>You need love.</em> Sein Becken sang mit, seine Finger spielten närrisch, swinging Mudras. <em>I wonna give you my love. Whole lotta love.</em></p>
<p style="text-align:right;"><em>Sarahas Reise</em></p>
<p style="text-align:right;">The Beginning (1)</p>
<p style="text-align:right;">2011</p>
<p style="text-align:center;"><em>Postscript</em></p>
<p style="text-align:center;">Die passende Musik findest Du auf dem neuen TantricReiki2-Blog. Enjoy.</p>
<p style="text-align:center;"><em>Writing for a new generation, writing for us.</em></p>
<p style="text-align:center;"><a href="http://tantricreiki2.wordpress.com/3-2/">TantricReiki2</a></p>
<br />  <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/gocomments/burcado.wordpress.com/4796/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/comments/burcado.wordpress.com/4796/" /></a> <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/godelicious/burcado.wordpress.com/4796/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/delicious/burcado.wordpress.com/4796/" /></a> <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/gofacebook/burcado.wordpress.com/4796/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/facebook/burcado.wordpress.com/4796/" /></a> <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/gotwitter/burcado.wordpress.com/4796/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/twitter/burcado.wordpress.com/4796/" /></a> <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/gostumble/burcado.wordpress.com/4796/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/stumble/burcado.wordpress.com/4796/" /></a> <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/godigg/burcado.wordpress.com/4796/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/digg/burcado.wordpress.com/4796/" /></a> <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/goreddit/burcado.wordpress.com/4796/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/reddit/burcado.wordpress.com/4796/" /></a> <img alt="" border="0" src="http://stats.wordpress.com/b.gif?host=burcado.wordpress.com&amp;blog=5026044&amp;post=4796&amp;subd=burcado&amp;ref=&amp;feed=1" width="1" height="1" />]]></content:encoded>
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	</item>
		<item>
		<title>Krishna meets Radha</title>
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		<pubDate>Mon, 04 Apr 2011 21:56:25 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Burcado</dc:creator>
				<category><![CDATA[Kurzgeschichten]]></category>

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		<description><![CDATA[IT&#8217;S MOUNTAIN TIME : Es ist Zeit, um auf den Berg zu gehen. Für die Indianer war es selbstverständlich, den Heiligen Berg zu besuchen, wenn große Veränderungen anstanden. Um mit dem Großen Geist, oder, wie wir es auch sagen, um &#8230; <a href="http://burcado.wordpress.com/2011/04/04/krishna-meets-radha/">Weiterlesen <span class="meta-nav">&#8594;</span></a><img alt="" border="0" src="http://stats.wordpress.com/b.gif?host=burcado.wordpress.com&amp;blog=5026044&amp;post=4790&amp;subd=burcado&amp;ref=&amp;feed=1" width="1" height="1" />]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><a href="http://burcado.files.wordpress.com/2011/04/acoma-water.jpg"><img class="alignleft size-medium wp-image-4791" title="Acoma Water" src="http://burcado.files.wordpress.com/2011/04/acoma-water.jpg?w=300&#038;h=240" alt="" width="300" height="240" /></a>IT&#8217;S MOUNTAIN TIME</p>
<p><span style="color:#ffffff;">:</span></p>
<p>Es ist Zeit, um auf den Berg zu gehen. Für die Indianer war es selbstverständlich, den Heiligen Berg zu besuchen, wenn große Veränderungen anstanden. Um mit dem Großen Geist, oder, wie wir es auch sagen, um mit dem Göttlichen zu kommunizieren, brauchen wir nicht viel &#8211; es ist der innere Wunsch, der uns andächtig mit einer spirituellen Dimension sprechen lässt.</p>
<p><span id="more-4790"></span></p>
<p>Das Göttliche ist nicht fern von uns; es ist in uns. Indem wir wissen, wie wir es erreichen können, geht es ganz einfach, und wir brauchen nur zuzuhören. Es gibt ein einfaches und schönes Ritual; Du lüftest den Raum, oder bist im Freien, räucherst mit Salbei, verbindest Deine Augen, atmest sieben Mal tief durch, saugst den Atem in Deine Nasenlöcher ein, ziehst solange den Atem hoch, bis er Deinen inneren Berg erreicht &#8211; Deinen Heiligen Berg.</p>
<p>Du gibst den Unbenennbaren einen Namen; Großer Geist, Großes Geheimnis, wenn Du dich mit dem indianischen Wissen anfreunden willst; Götter und Göttinnen, wenn Du die Herrschaft des zerstörerischen Christentums auflösen willst oder es bleibt für Dich das Große Nichts, das Unbenennbare. Du lädst Die vier Wesenheiten ein, die Wesenheiten der Winde, der Windrichtungen. Der Norden symbolisiert den Spirit, der Süden das Innere Kind, der Westen die Fragen, der Norden die Klarheit und die Dankbarkeit. Du bittest Dein Krafttier, Dich zu begleiten, Dich zu beschützen und mit Dir zu reden. Vielleicht kennst Du auch all Deine Totemtiere. It&#8217;s Mountain Time.</p>
<p>Die Zeiten der Gurus, der Mächtigen, sind vorbei. Wir brauchen keine Besserwisser mehr, keine Lehrer, keine selbsternannten oder eingeweihten Meister; jedenfalls nicht in ihrem Credo des Besserwissers oder gar desjenigen, der sich arrogant über uns stellt. Was Dir und mir gut tut, ist die Begegnung von Freunden, von Menschen, die sich gleichberechtigt begegnen, die Wege finden, sich liebevoll zu unterstützen, sich auszutauschen und sich zu wärmen. It&#8217;s Mountain Time.</p>
<p>Es sind auch die sexuellen Freuden, das Öffnen der Chakren, der inneren Flöte, wie es eine tantrische Freundin einmal gesagt hat, die wir ohne Schuldgefühle genießen dürfen. Viele von uns haben Angst vor der Sexualität, vor einer zärtlichen sexuellen Liebe, die wild aufbraust und wieder still wird, wenn wir kurz vor dem Berg sind. Angst &#8211; ob all der Lust, die uns ist, die uns immer wieder auf den Heiligen Berg bringen möchte, damit wir Göttinnen und Götter sein können, oder &#8211; um dem Göttlichen nahe zu sein.</p>
<p>Die Angst ist individuell; von Mensch zu Mensch verschieden, abhängig von den Verletzungen und dem Wissen, was Heilung von emotionalen und psychischen Verletzungen ausmachen kann. Die Angst ist kollektiv; zwei Jahrtausende sind wir von der zerstörerischen Moral der Christentums von unseren Ursprüngen, unserer Unschuld und unserer Wildheit abgehalten worden. Diese Schmerzen sind in uns &#8211; in jedem von uns.</p>
<p>Wir können sie heilen; jeder in seiner Zeit. In den vergangenen Wochen durfte ich ein neues Reiki kreieren, ein tantrisches Reiki, das Dich begleitet, um sanft Deine Wunden zu heilen, um Dir die Frequenz der Ekstase zu ermöglichen und um Dir die Möglichkeit zu geben, Dich mit der unendlichen Liebe des Kosmos zu verbinden. Dieses Reiki basiert auf altem Wissen, und die &#8222;didaktische&#8220; Form lässt Dich mit Deinen Erfahrungen arbeiten, so dass Du sehr leicht herausspüren kannst, was ein göttlicher Aspekt ist und was Du „tun“ kannst, um Dich für die Liebe zu öffnen, indem Du Dich an die Liebe „erinnerst“.</p>
<p>TantricReiki ist ein Weg der Selbsteinweihung, oder ein Weg der Ermächtigung, selbst einen spirituellen Weg zu kreieren. Du landest nicht in einer Ideologie, sondern Du erschaffst Dich selbst neu, ohne zu wissen, wer Du bist oder wer Du wirst. Du akzeptierst die einzige Hochzeit, die wirklich sinnvoll ist &#8211; Deine Hochzeit mit der Liebe. Jeder Tag, jeder Moment &#8211; immer hast Du die Chance, aus Liebe heraus zu handeln. Das Leben wird zum Spiel. Du entdeckst Deine Liebe zu all Deinen Emotionen, zur Liebe und zum Hass, zur Sanftheit und zur Wildheit, zum Glück und zur Trauer. All das darf sein, weil Du so sein darfst, wie Du bist.</p>
<p>Wenn Du in Kontakt mit Deinen Emotionen bist, wenn weißt, wie Du Dein Herz öffnest &#8211; dann bist Du in Kontakt mit dem Großen Geist. Du brauchst bloß den Weg nach innen gehen zu wollen. It&#8217;s Mountain Time.</p>
<p>Damit es nicht ganz so ernst ist, habe ich einen neuen Blog, eine literarische Mysterienschule, geschaffen, auf dem ich Kurzgeschichten und Novellen veröffentliche, mit Begebenheiten aus dem Leben, die Dein Herz, Deine Lust und Deinen Sinn für Humor erfreuen können. Krishna meets Radha.</p>
<p>0 | Erotic Blues. Die erste Kurzgeschichte. Ich wünsche Dir viel Vergnügen.</p>
<p>Love</p>
<p>Burcado Ajad</p>
<p><a href="http://krishnameetsradha.wordpress.com/">KRISHNA MEETS RADHA</a></p>
<p style="text-align:center;"><span style="color:#ffffff;">.</span></p>
<p style="text-align:center;">JOE BONAMASSA | MOUNTAIN TIME</p>
<p style="text-align:center;"><span style="color:#ffffff;">.</span></p>
<span style="text-align:center; display: block;"><a href="http://burcado.wordpress.com/2011/04/04/krishna-meets-radha/"><img src="http://img.youtube.com/vi/YemxMvCGFb8/2.jpg" alt="" /></a></span>
<p><span style="color:#ffffff;">.</span></p>
<p style="text-align:center;">ACOMA WATER GIRLS</p>
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<p style="text-align:center;">Edward S. Curtis</p>
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<p style="text-align:center;">Common Sense | Wikipedia</p>
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