In der elften Klasse lernte ich einen Oberstudienrat kennen und zu wertschätzen; letzteres insbesondere in den vergangenen Jahren. Er, der Mathematiker, der Physiker, der Wissenschaftler brachte mir Etwas bei, an das ich immer wieder gerne denke. Seine Weisheit möchte ich heute allen schenken. Er sagte:.

Wenn ich in Eure Klasse komme, um zu unterrichten, ist es egal, was wir zu Beginn machen. Wir könnten auch Skat spielen. Hauptsache, ich mache euch wach, dass ihr im Raum präsent seid.

Jedes Gedankengebilde ist in sich logisch, erscheint vollkommen nachvollziehbar. Willst du ermessen, ob ein solches Gebilde wirklich interessant ist, von Bedeutung, so beschäftige dich mit seiner Axiomatik.

Jeder Wissenschaftler, der Wissenschaftler ist, kommt in seiner Arbeit an einen Punkt, an dem er weiß, dass der logische Bereich seine Grenzen hat. Dort beginnt eine neue Dimension; dort beginnt Religiosität.

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3 Gedanken zu “Religiosität

  1. Auch ich habe Egon Heye in der Oberstufe sehr geschätzt. Seine Offenheit, Klarheit und feinsinnige Ironie haben mir den Physikunterricht zu einem tollen, faszinierenden Erlebnis gemacht.

    Danke, Egon Heye.

    Gunther Rattay

  2. Lieber Burcado,

    ich habe 1980 mein Abi im Mariengymnasium gemacht. Damals war gerade die Frau von Egon Heye gestorben und er machte den Eindruck, dass auch er nun nicht mehr länger leben mag. Er hatte einmal kurz darüber gesprochen, wie wichtig ihm seine Ehe war.

    Nach Weihnachten war ich bei Freuden, die ebenfalls dort Abi gemacht haben, aber immer einen besseren Kontakt zu den Ehemaligen des MG gehalten hatten, als ich. Ich erfuhr dort, dass Egon Heye schon kurz nach unserem Abi gestorben war.

    Da er für mich der einzige wirklich bedeutsame Lehrer in meiner Oberstufenzeit war, habe ich des Öfteren an ihn gedacht, was wohl aus ihm geworden war. Gestern habe ich dann erstmals im Internet recherchiert und bin auf Deine Seite gestossen. Schön.

    Ich habe dann noch auf Seite 5 der Kirchenzeitung
    http://www.ev-kirche-stedingen.de/files/1126346447.pdf den Hinweis gefunden, dass ein Grab des Ehepaars Heye in 2005 verfallen ist. Vielleicht waren das die Beiden.

    Herr Heye hat mich dadurch beeindruckt, dass er uns Leistung abverlangt hat mit einer Leichtigkeit, dass Freude und Erkenntnis Hand in Hand gingen. Er war ein toller Didakt, konnte mich motivieren und hatte Verständnis für meine schulischen Schwächen und meine technische Neugier.

    Alles Gute

    Gunther

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