Yoga lernst Du am besten bei einem Meister. Noch besser ist es, Du gehst zu einer Meisterin, die Du ins Herz geschlossen hast. Zwar habe ich erst 1990 – ich war damals 35 Jahre jung – Hatha-Yoga auf der Grundlage eines Buches von Selvarian Yesudian und Elisabeth Haich erlernt, aber das eigentliche Interesse erweckte eine Freundin in mir, als sie 1976 in unserer gemeinsamen Wohnung Hatha-Yoga übte. Ihr Körper bekam eine kraftvolle Ausstrahlung, die weitaus stärker war als sonst. Ohnehin besaß sie eine ungeheure Vitalität, doch Yoga ließ sie in einem besonderen Licht erscheinen. Daß die Yogini nackt war, verlieh der Yogastunde zwar eine besondere Note, jedoch sind die Ursprünge des Yogas schon immer sexueller Natur gewesen, auch wenn das heute nicht in vielen Yogaschulen gelehrt wird.

Vor zwei Jahren beschloß ich, eine neue Form von Yoga kennenzulernen. Eine andere Freundin hatte mich mit fortgeschrittenen Übungen des tantrischen Meisters Yogi Bhajan bekanntgemacht. So entstand in mir der Wunsch, mehr über Kundalini-Yoga kennenzulernen. Ich entdeckte ein Buch von Satyam Singh, das hervorragend geeignet ist, einfache und komplexe Übungen zuhause zu lernen. Zehn Übungssets, die gezielt eingesetzt werden können, um beispielsweise die Wirbelsäule, das Nervensystem oder den Magen-Darm-Bereich zu stärken, sind genau das, was mein Körper gebraucht. Ich kann gezielt Problembereiche ansprechen oder eine kontinuierliche Aufbauarbeit entwickeln.

Als ich zu Sommerbeginn schmerzhafte Gallensteinkoliken bekam, begann ein neuer Lebensabschnitt, weil ich mich umfassend neu orientieren musste. Einerseits entschloß ich mich zu einem Zusammenspiel von Schulmedizin und alternativen Heilmethoden, andererseits vertraute ich der Kraft eines Sets aus dem Kundalini-Yoga für Leber und Galle. Mein Ziel ist es, meine Selbstheilungskräfte soweit zu entwickeln, daß ich keine OP benötige, weil ich meine Galle liebend gerne behalten möchte. Es ist für mich eine große Herausforderung, die ich gerne annehme. Die Hinweise aus der Schulmedizin nehme ich ernst und wiederum auch nicht. Der Bereich der natürlichen Heilmethoden ist nicht transparent und äußerst umstritten. Ich kommuniziere insbesondere mit zwei Heilpraktikerinnen, die unterschiedlich arbeiten.

Um gute Veränderung mithilfe des Kundalini-Yogas zu erzielen, sollte man ein Set mindestens drei monatelang machen, tiefgreifende Veränderungen brauchen jedoch Zeiträume bis zu drei Jahren. Nach ungefähr sechs Wochen Praxis, zwischendurch begleitet durch Schüsslersalze, Tees und andere Ingredienzen – sowie dem weitgehenden Verzicht von Fleisch und Milch – werden die Übungen zwar nicht langweilig, aber ich brauche eine weitere Dimension, die mich bei den Übungen unterstützt. Schon seit fast zwei Monaten höre ich eine Compilation von J.J.Cale. Diese einfache Sound geht sofort unter die Haut, kein Wunder, daß John erzählt, „they call me the breeze.“ Da ich gerne experimentiere, habe ich jetzt den Schöpfer von „After Midnight“ und „Cocaine“ immer bei meinen Übungen dabei. Die meisten Songs unterstützen den Feueratem, der typisch für viele Übungen des Kundalini-Yogas ist. Feueratem massiert insbesondere das Zwerchfell, das die Verbindung zwischen oberen und unteren Organen herstellt.

Wieweit ich mit meinem Programm schon gekommen bin – oder auch nicht -, erfahre ich am Mittwoch. Dann lasse ich meine Galle mal wieder mit Ultraschall „beleuchten“.

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PS
Die alternativen Methoden sind wissenschaftlich nicht erforscht. Es gibt viele Hinweise für Heilerfolge, meist jedoch in Form von Prognosen für eine wahrscheinliche Heilmöglichkeit. Ebenso gibt es warnende Stimmen, die Gefahren von einigen Methoden benennen. Ich selbst habe ein relativ gutes Warnsystem, falls ich nicht mehr weiter weiß; zugleich vertraue ich meiner inneren Stimme und glaube die Signale zu kennen, wann ich mein Programm ändern muß.

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After Midnight – J.J.Cale & Eric Clapton

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PS2

Und nun rate mal, wer mich vor 33 Jahren mit „Troubadour“ und „Naturally“ von J.J. Cale bekanntgemacht hat.

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