Meine Schwester wohnt mit ihrer Familie in Welzow. Unermüdlich arbeitet sich der Tagebau an den kleinen Ort in der Niederlausitz heran. Federführend an dem Raubbau an Mutter Erde ist (mittlerweile) der Energiekonzern Vattenfall. Genau derjenige, der unter anderem auch für das AKW Krümmel verantwortlich zeichnet und die jüngste Panne [1] fünf Tage lang verheimlicht hat.

Die PR-Zentrale des fünfgrößten Stromerzeugers kann auch anders. In Welzow läuft die Öffentlichkeitsarbeit seit Monaten auf Hochtouren. Die Kleinstadt bekam offensiv die Bezeichnung „Welzow – Stadt am Tagebau“ verpaßt, der Raubbau von 810 Millionen Tonnen Braunkohle wird touristisch vermarktet. Allein die Region um Welzow, die seit Jahrzehnten systematisch zerstört wird, ist mindestens so groß wie die Gemeinde Friedland. Der Kohlevorrat des zweiten Lausitzer Flöz – in einer Tiefe bis zu 117 Metern – wird auf 410 Millionen Tonnen geschätzt.

Wäre das Asphaltwerk bei uns gebaut worden, wäre das gleichzeitig – durch die Braunkohle-Befeuerung – Unterstützung eines der größten legalen Umweltverbrechen in Deutschland gewesen.

.

Advertisements

Kommentar verfassen

Trage deine Daten unten ein oder klicke ein Icon um dich einzuloggen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden / Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden / Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden / Ändern )

Google+ Foto

Du kommentierst mit Deinem Google+-Konto. Abmelden / Ändern )

Verbinde mit %s