„Am schwierigsten ist es nicht, Unterschriften zu sammeln,“ erzählte mir eine gute Frau im Zusammenhang mit dem Asphaltwerk Friedland, „viel, viel schwieriger ist es, Menschen zu überzeugen, die noch nichts von der Sache und den Hintergründen wissen. Das war schwere Arbeit, vor allem, als die regionale Presse negativ gegen uns gearbeitet hat.“

Immer wieder muß ich daran denken, mit wie vielen Menschen ich mich über Chemtrails unterhalten habe. Weil ich nicht gerade der Typ bin, der andere Menschen mit Gewalt überzeugen will, waren und sind die Giftsprühereien Anlass, meine Art und Weise, Menschen in schwierigen Situationen anzusprechen, also mein Verhalten in puncto Kommunikation genau zu beobachten und zu reflektieren. Zunächst druckte ich mir Gabriel Stetters Artikel „Zerstörung des Himmels“ aus. Ich las ihn, war fassungslos und räumte der Möglichkeit, daß Chemtrail-Verbrechen stattfinden, eine neunzigprozentige Wahrscheinlichkeit ein.

Dann begann eine lange Zeit der Überprüfung – und das war eine Zeit des Schreckens, des Horrors, der Ohnmächtigkeit und der Depression. Vor meinen Augen war ein ungleicher Kampf gegen alle Lebewesen sichtbar; ein Kampf, vergleichbar der Nazis gegen Juden, Kommunisten, Sozialdemokraten, Roma und Sintis und Schwule. Doch während damals Menschen gezielt ideologisch und physisch isoliert, terrorisiert und vernichtet wurden, ist das heimliche Chemtrail-Programm global gegen riesige Teile der Menschheit und Lebewesen gerichtet. Es ist immens.

Wenn das Große im Kleinen schon sichtbar werden kann, so erklärt dieses Phänomen höchst wahrscheinlich den Grund, warum sich so wenige Menschen mit dem Thema befassen wollen – und können. Intuitiv spielen sich innerhalb von Sekunden eines Gesprächs alle Ebenen ab. Bevor ich in ein Gespräch gehe, weiß der andere schon, worum es sich dreht. Vielleicht nicht bewußt. Doch sein Höheres Selbst, sein Alltagsselbstbewußtsein und sein Niederes Selbst bestimmen zunächst die Gesprächsentwicklung.

Wann signalisiert das Höhere Selbst ein Ja oder ein Nein für einen offenen und ehrlichen Disput? Ich glaube, daß dies eine komplexe Situation darstellt. Beispielsweise kann die erzwungene Bearbeitung eines Traumas zum Nachteil für einen Menschen sein. Ist ein Mensch gut mit seinen spirituellen Kräften verbunden, wendet er sich in seiner Zeit (seinem Entwicklungstempo) dem jeweiligen Thema zu. Das Höhere Selbst ist Motor und Schutz einer spirituellen Entwicklung.

Das Alltagsbewußtsein ist stark an den irdischen Aufgaben orientiert. Das Chemtrail-Thema kollidiert massiv mit den normalen Alltagsanstrengungen. Die Kämpfe gegen „normale“ Ungerechtigkeiten im gewerkschaftlichen Bereich oder gegen den Atomwahnsinn erscheinen erschwert oder fast unmöglich; eine Auseinandersetzung mit Chemtrails liegt hingegen schon außerhalb menschlicher Aktionsweite. Der Gegner ist nicht faßbar, kann nicht einmal namentlich dingbar gemacht werden – nur vage Vermutungen, die zu einem Teil von gewissen Kreisen gezielt antisemitischer Prägung sind. Auch das schreckt ab.

Das Niedere Selbst ist seit Jahrtausenden negativ konditioniert worden. Seit vielen Jahrzehnten ist der Ego-Kampf gesellschaftlich inkrementiert, Gewaltbereitschaft, Gewalttätigkeit und Krieg ist eine dramatische Zuspitzung seit den achtziger Jahren. Deutschland ist nur noch ein Potemkinsches Dorf in Sachen Frieden. Das gesellschaftliche Bewußtsein wurde derart manipuliert, daß Franz Josef Degenhardt sinngemäß die Frage aufwirft „Wie schaffen es die Herrschenden immer wieder, für ihre Zwecke Kanonenfutter zu rekrutieren?“

Ich suche nach den psychologischen Strukturen der Kommunikationsblockaden. Was nützt ein Streitgespräch, wenn der andere Mensch nicht ehrlich mit sich selbst ist und nur abwehrt? Mich erschüttert das bei Menschen, die mir nahe stehen und bei Menschen, die ich liebe. Noch dramatischer empfinde ich Gespräche mit Menschen, die in Heilberufen tätig sind. Ein Arzt erklärte mir einmal, er wisse um die Problematik, doch er habe Angst, öffentlich Stellung zu nehmen oder zitiert zu werden. Er war nicht einmal bereit, mit mir als anonymisierter Gesprächspartner über Krankheitsfälle, die eindeutig auf Chemtrails zurückzuführen sind, zu sprechen. Eine Heilpraktikerin sah nur das schreckliche Layout und die Schlagzeile von Gabriel Stetters Aufklärungsreport und reagierte mit den Worten: „Damit will ich nicht zu tun haben.“

Wenn ich die Würde des anderen Menschen respektiere, komme ich an dieser Stelle nicht weiter. Ich glaube, es reicht zunächst aus, wenn die Menschen, die sehen und wissen, was passiert, sich gegenseitig unterstützen und nach Möglichkeiten Ausschau halten, jetzt aktiv zu sein. Zu agieren, nicht mehr zu reagieren, schafft ein immenses neues Selbstbewußtsein. Wir haben – wenn wir uns die Mühe machen, uns mit schamanischen Praktiken vertraut zu machen – ein ungeheures Potential an Liebe, Kraft und Macht.

Es lohnt sich zu argumentieren, wenn der andere Mensch zuhören mag. Eine Konfrontation ist verlorene Zeit für beide Gesprächspartner. Dann ist es besser, dieses Quantum Zeit kreativ zu nutzen, um die eigene Webseite oder den Blog mit Argumenten oder mit Fotos zu bessern, Karten kostenlos bei Vistaprint in Auftrag zu geben oder mit Kreide auf den Gehweg zu schreiben: STOPPT CHEMTRAILS. VENCEREMOS. NO PASARAN.

Erstveröffentlichung: SATJAM

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Ein Gedanke zu “Agieren, nicht reagieren

  1. Deine Gedanken sind sehr hilfreich lieber Internetfreund 😉
    Deine psychologische Analyse ist sehr interessant und sicherlich hast Du vieles richtig gedeutet.

    Wenn Menschen nicht bereit sind für bestimmte Informationen dann kann man nichts machen, immer wieder mache ich diese Erfahrung. Die Zeichen am Himmel oder die Bilder davon, Chemtrail Fotos, für viele ist das überhaupt kein Beweis. In letzter Zeit denke ich oft darüber nach, ob es wohl daran liegt, daß man so eine Ungeheuerlichkeit nicht dem bzw. unserem Staat (Regierung) zutraut. Das Vertrauen in „die“, die uns regieren ist sehr stark (oder in die Gesetzgebung). Es scheint so als hätte man in bestimmten Bereichen die Verantwortung einfach abgegeben. Die Menschen vertrauen ihrer Regierung wie Kinder ihren Eltern. Eine fatale Situation, wenn man bedenkt wie wenig „die“ sich wirklich dem Wohl der Menschen verpflichtet fühlen.
    Hier findet ein Vertrauensbruch, Mißbrauch auf einer anderen Ebene statt. Ich denke, nur wenn der Einzelne sich aus seiner „kindhaften“ Bequemlichkeit erhebt, wird er sehen können was los ist.
    Liebe Grüße
    Andrea

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