Recherche ist die Folge eines bestimmten Interesses. Wenn wir uns mit dem Thema “Chemtrails” befassen, so kommen wir nicht umher, ein eigenes Gedankengewitter, ein einfaches Brainstorming zu entwickeln. Im Laufe der Arbeit lauschen wir dem Wort “Pharmaindustrie” und dem Phänomen “Gewinne” nach.

Das Schweizer Magazin Blick verwies 2005 auf “fette Pharma-Gewinne – dank Patentschutz”. Drei Jahre später kommt das Wirtschafts-Magazin zu einer einfachen und dennoch interessanten Feststellung:

Kaum ein Wirtschaftszweig erfreut sich über solche steten Umsatzsteigerungen wie die Pharmaindustrie. Der Grund hierfür liegt nahe: Krankheiten gibt es immer und je mehr es einem Pharmaunternehmen gelingt, die Produkte nach den Regeln des Angebotes und der Nachfrage zu bestimmen, desto ausbaufähiger werden die Gewinne auch in der Zukunft ausfallen.

Die Linkspartei forderte vor elf Tagen, daß Pharmakonzerne “die erwirtschafteten Gewinne transparent” machen sollen. Diese Forderung läßt darauf schließen, daß es mit einfachem Lesen von Statistiken nicht getan ist.

Krimineller Kriegskonzern

Entschließen wir uns trotzdem, es laienhaft zu tun, so führt uns eine Meldung vom Handelsblatt zum Chemie- und Pharmakonzern Bayer. Bevor wir uns ein paar sachlichen Zahlen zu wenden können, meldet sich wieder das Gehirn mit der Idee, ein paar Seiten Geschichtsunterricht einzuschieben. Wir schreiben das Jahr 1925. Die acht größten deutschen Chemiefirmen, u.a. Hoechst, Bayer, BASF und Agfa schließen sich zur Interessengemeinschaft Farben, kurz IG Farben, zu dem damals größten Chemiekonzern der Welt zusammen. Im Faschismus entwickelt sich die IG Farben zum nationalsozialistischen Staats- und Kriegskonzern. „Die Beratungen der IG FARBEN mit den militärischen und politischen Führern überstiegen bei weitem das Gebiet der technischen Angelegenheiten, waren äußerst aggressiv und in jeder Beziehung auf den Krieg gerichtet [1a]“. Im Herbst 1941 wird in Auschwitz erstmals das aus Blausäure für die Schädlingsbekämpfungsmittel hergestellte Zyklon B zur betriebsmäßigen Tötung von Menschen getestet [1].

Gehirnwäsche und Gedankenkontrolle

Der Geschichtsunterricht ist leider noch nicht zu Ende. Denn:

Hochrangige US-amerikanische Stellen setzten nach dem Krieg eine Liste mit 1.000 Forschern der Bereiche Wehrtechnik, Drogen, biologische und chemische Waffen auf, mit denen sie eine Zusammenarbeit anstrebten. Das größte Kontingent stellte dabei die IG Farben.” [2]

Die menschenverachtenden Projekte, deren Inhalte u.a. Gehirnwäsche und Gedankenkontrolle sind, heißen Artichocke, Bluebird und MK-Ultra [3] [4].

Giftgas im Vietnam-Krieg

Zwischen 1962 und 1971 wurden im Vietnamkrieg von der US-Luftwaffe bei der Operation „Ranch Hand“ („Ranch-Arbeiter“), die im Jahre 1961 von John F. Kennedy autorisiert wurde, mehr als 6.000 Einsätze mit verschiedenen Entlaubungsmitteln durchgeführt. Agent Orange wurde aus Flugzeugen oder Helikoptern von Januar 1965 bis April 1970 versprüht. Agent Orange wurde unter anderen von den US-Firmen Dow Chemical und Monsanto hergestellt und geliefert. Zwischenprodukte für die Herstellung von Agent Orange wurden auch von der deutschen Firma Boehringer Ingelheim geliefert (aus: Wikipedia).

Die Sozialistische Zeitung SoZ zeigt in der Person von Gerhard Schrader, dem Erfinder der Kampfstoffe Sarin und Tabun, die Verbindung des Nazis zum US Chemical Corps und dann wieder Bayer auf. Außerdem geht die Autorin davon aus, daß der Chemiekonzern von 1962 bis 1970 jährlich mindestens 700 Tonnen Insektizide mit dem Bestandteil 2,4,5-D produzierte und lieferte [4a].

Eine Anmerkung im Kontext: Der Nazi Richard Doll entlastete den Monsantokonzern mit Expertisen, daß Agent Orange nicht gesundheitsgefährdend sei.

Giftunfall bei Bayer

Das Wochenmagazin die ZEIT berichtete 1986 über einen Giftunfall bei Bayer. Angeblich sollte laut Tagesschau nur Essigsäure in den Rhein geflossen sein, in Wirklichkeit jedoch 2,4-Dichlorphenoxyessigsäure, das wiederum Hauptbestandtteil von Agent Orange ist. Nach Untersuchungen, die ein Mitarbeiter des Konzerns durchführte, kam es zu keinen weiteren Nachforschungen, geschweige denn einer Anklage gegen Bayer. [4b]

Unterdrückte Beweise

Zumindest unerwünscht im Nachrichtenmagzin MONITOR die Berichterstattung über haarstäubende Aktivitäten von Bayer in Verbindung mit Giftgas. Der Filmemacher Peter Kleinert erinnert sich in einer KAOS-Dokumentation an 1983,  schon drei Jahre vor dem Giftunfall am Rhein:

Wir konnten dann die wirklich Verantwortlichen in Sachen V-Kampfstoffe enttarnen, nämlich die BAYER AG in Leverkusen. Wir hatten Beweise, dass ihre IG Farben-Chemiker, die für die Nazis Sarin, Soman und Tabun entwickelt hatten, in den USA schon 1961 ein angebliches Blattlausgift patentieren ließen. Nach diesem Patent hatte das Pentagon dann die V-Kampfstoffe produzieren und unter anderem nach Fischbach in der Pfalz transportieren lassen.

Ach ja, was war noch einmal das Thema der Untersuchung? Am Anfang stand das Stichwort Gewinne. Eigentlich sollte es Profite heißen. Doch weil wir nicht wissen, was in der Konzernbilanz gefärbt oder entfärbt wurde, hier nur eine nüchterne Zahl. Die Ertragszahl – es handelt sich um den offiziellen Gewinn – des weltgrößten Chemiekonzerns Bayer wird mit 1.359 Millionen Euro beziffert.

Korrupte Medizin

Hans Weiss, Autor von “Bittere Pillen” und “Korrupte Medizin” behauptet, daß es “keine andere Branche gebe, die so hohe Gewinne machen würde [5]. Er zitiert Top-Pharmamanager aus Deutschland , mit der Aussage, daß die Pharmaindustrie eine marketingorientierte Industrie – und keine forschungsorientierte – sei.

Und nun, schließlich ist das Thema “Chemtrails”, eine Liste der umsatzstärksten Produkte aus dem Unternehmensbereich, den Bayer “HealthCare” nennt:

  • Adalat® – Medikament zur Behandlung des Bluthochdrucks,
  • Advantage® – Produktlinie für Antiflohmittel für Hunde und Katzen,
  • Aspirin® – Schmerzmittel auf Basis des Wirkstoffs Acetylsalicylsäure,
  • Avalox®/Avelox® – Medikament zur Behandlung von Infektionen der Atemwege,
  • Betaferon®/Betaseron® – Spezialtherapeutikum zur Behandlung der Multiplen Sklerose,
  • Ciprobay®/Cipro® – Medikament zur Behandlung von Infektionskrankheiten,
  • Contour® – Systeme und Serviceleistungen im Bereich der Blutzuckermessung,
  • Kogenate® – Medikament zur Behandlung der Bluterkrankheit,
  • Levitra® – Medikament zur Behandlung der erektilen Dysfunktion,
  • Mirena® – Hormonelles Verhütungsmittel,
  • Nexavar® – Medikament zur Behandlung von Leber- und Nierenkrebs.

Die Gegner des Chemtrailprogramms behaupten, daß die Gifte vom Himmel Krankheiten auslösen. Werner Altnickel, ehemals GREENPEACE schreibt auf seiner Homepage:

Unmittelbare Folgen von Sprühaktionen bei Menschen sind aber durchaus bekannt: Kopfschmerzen und chronische Müdigkeit kennt sicher jeder aus eigener Erfahrung. Atemnot, Gleichgewichtsstörungen und Verlust des Kurzzeitgedächtnisses, Grippewellen, Bindehautentzündung und Asthmafälle kommen als bekannte Symptome hinzu – von den unbekannten ganz zu schweigen [6].

Der wissenschaftliche Hintergrund zwischen Bayer und Chemtrails steht aus; es bleibt jedem Einzelnen im Rahmen seiner Möglichkeit offen, zu glauben oder zu recherchieren, zu forschen oder zu dokumentieren. Es ist immer wieder ein hartes Stück Arbeit, dieses Thema zu beleuchten. Ich wünschte, uns würde diese nüchterne Arbeit erspart bleiben.

PS

Die US-amerikanische Investmentgesellschaft “Capital Group Companies” ist mit etwa zehn Prozent an Bayer beteiligt. Der Gesamtumsatz des Unternehmens mit dem Sitz in Los Angeles, Kalifornien, wird auf etwa eine Billion Dollar beziffert.

Anmerkung

Erstveröffentlichung: satjam.wordpress.com

Zitate, Links und Quellenangaben findest Du dort.

Advertisements

Kommentar verfassen

Trage deine Daten unten ein oder klicke ein Icon um dich einzuloggen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden / Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden / Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden / Ändern )

Google+ Foto

Du kommentierst mit Deinem Google+-Konto. Abmelden / Ändern )

Verbinde mit %s