Ein Interview mit Franz Josef Degenhardt, den ich immer noch so wertschätze, vielleicht weitaus mehr als früher, ließ mich die Bekanntschaft mit der „Botschaft an eine Enkelin“ machen. Nicht fliegende Steine mögend, wenn Steine liebend, dann aber lieber als Asphalt. Am liebsten in der Natur, oder das, was von ihr übriggeblieben ist. Kein Plädoyer für Gewalt, doch eine klare Stellungnahme:

Die Bestienhaftigkeit des Imperialismus, das Wissen darum, daß er bekämpft werden muß und nicht durch Reformen seine Qualität ändert. Das muß heute, wo sich so viele schnell und hastig distanzieren, erinnert werden. Und wenn unsere Urenkel dereinst einen erfolgreichen Kampf führen werden, würde ich mich freuen, wenn es den einen oder anderen „Ulrike-Meinhof-Platz“ gäbe …

Gerade in diesen Zeiten, in denen der Kapitalismus einen Endsieg errungen zu haben scheint, find ich es wichtig, an Revolutionäre zu erinnern. Gerade auch, wenn sie, wie ich weiß, entsetzliche Fehler gemacht haben.

Franz Josef Degenhardt

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