Auftritt des Theaterregisseurs

„Das, was folgte, ist rasch erzählt, ein Zeitraffer, der es ermöglicht, das Thema von „Vater und Tochter“ nicht aus dem Auge zu verlieren, auch wenn die neue Meditation von Danae es wert gewesen wäre, genauer betrachtet zu werden, nicht nur rein literarisch. Selbst wenn Miriam in Danae ihre neue Meisterin gefunden hatte, loderten Funken des Hasses in Jantos Tochter.

Es ist nicht so, dass Miriam einen offensiven Kampf gegen ihren Vater und seine junge Freundin führte, jedoch war es gegeben, dass die alten Verletzungen, die Janto Miriam und ihrer Mutter Heike Connor zugefügt hatte, zu einem komplexem Gebilde führte, das das Verhalten, die Emotionen, die Stimmungen und die psychische Konstitution von Miriam weitgehend steuerte. Miriam wurde auf der Party als „Miriam“ vorgestellt, nicht als Jantos Tochter, was sie wiederum ärgerte und sie zu neuen Aggressionen veranlasste. Danae hätte gerne auch die gemeinsame AUM modifiziert, aber Janto bat sie, das Konzept, das er genau wie Danae als zu künstlich empfand, an diesem Abend beizubehalten.

Vierzehn Menschen hatten ihre Freude, in Jantos Tempel ihre Gefühle auszudrücken, verrückt zu spielen, zu schreien, zu lachen und zu weinen. Oberflächlich betrachtet, half ihnen die soziale Meditation, das weite Spektrum von Hass und Liebe gemeinsam anzugehen, in einer Atmosphäre, die sexuelle Triebe, Lust und Erotik bejahte. Kaum hatten sie die Abschlussmeditation beendet, verabschiedeten sich die ersten Gäste. Ein halbe Stunde später waren Danae und Janto alleine im Loft; selbst Miriam hatte ihren Plan geändert, weil sie Lust bekam, Anandi, eine jüngere Sannyasin, in dieser Nacht zu verführen, und weil Anandi Lust darauf hatte, verführt zu werden und zu verführen. Miriam hatte sich für den kommenden Abend zur Gute-Nacht-Geschichte eingeladen.

Danae und Janto bereiteten sich ein kleines Mahl aus Salat und Pizza aus der Tiefkühltruhe vor, genossen es, sich gegenseitig zu füttern, bis Janto es sich erlaubte, vorsichtig zu fragen, was aus ihrer tantrischen Nacht werden würde. Danae schaute in die Kerze, blickte dann auf die gelben, orangenen und roten Sitzkissen des Podests, und sah dann Janto in die Augen. „Morgen. Morgen haben wir genug Zeit für die fünfte Nacht.“

Postscript

Willst Du weiterlesen, lade ich Dich ein, mit mir Radha zu besuchen, da findest du die Fortsetzung des Zwischenspiels.

http://nouvelles-de-radha.blogspot.com

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